Zufrieden mit Stadtentwicklung

Bürgermeister Armin Schärtl blickte bei der Bürgerversammlung auf das vergangene Jahr zurück und wagte einen Ausblick auf anstehende Maßnahmen in der Stadt. Bild: Tietz
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Nabburg
29.11.2016
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Die Stadt hat sich laut Bürgermeister Armin Schärtl positiv entwickelt. Besonders freute er sich bei der Bürgerversammlung über den abermaligen Aufschwung bei der Steuerkraft, der der Stadt im Vergleich mit den übrigen Landkreiskommunen einen noch nie dagewesenen Platz bescherte.

"Sehr erfreuliche Dinge", versprach das Stadtoberhaupt den rund 150 Besuchern in der Nordgauhalle zu Beginn seines rund einstündigen Überblicks über das Stadtgeschehen bei der Bürgerversammlung. Dieser Ankündigung ließ er Zahlen folgen: So steigt zum Beispiel die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Stadt seit Jahren an - für Schärtl "ein wichtiger Indikator, wie es den Betrieben geht". Noch erfreulicher sei es, wenn die Beschäftigten nicht nur hier arbeiten, sondern auch in Nabburg wohnen. Wie das Stadtoberhaupt in seiner Präsentation zeigte, gibt es auch in diesem Bereich seit Jahren einen Zuwachs. Im gleichen Atemzug sinkt die Arbeitslosigkeit. "Wir haben quasi Vollbeschäftigung", freute sich der Bürgermeister.

Die Entwicklung der Steuerkraft sorgte ebenfalls für strahlende Gesichter im Rathaus: Sie beträgt zum Stichtag 14. November diesen Jahres bei 1038 Euro pro Einwohner. Damit liegt die Stadt im Vergleich zu den übrigen Landkreiskommunen auf dem dritten Platz - ein bis dato einmaliger Wert. Die Pro-Kopf-Verschuldung habe sich in den vergangenen Jahren auf einem Wert zwischen 1200 und 1300 Euro eingependelt. Angesichts dieses Wertes trat Schärtl vereinzelten Äußerungen entgegen, dass die Stadt auf die Pleite zusteuere oder gar schon pleite sei. "Damit rückt man seine Heimatstadt in ein schlechtes Licht", unterstrich der Bürgermeister.

Zahlreiche Maßnahmen


Kanalbau in Windpaißing und Haindorf, Breitbandausbau, die Gestaltung des Vorplatzes am Waldfriedhof, der Halsgrabensteg, die Erneuerung der Wasserleitung in der Rotbühlstraße, das neue Baugebiet "Am Kastanienbaum" oder die Sanierung der Marienkirche: Die Stadt investierte in zahlreiche Maßnahmen. Ein Blick auf die Wasserversorgung: Das Wasserrechtsverfahren für die neue Wassergewinnung im Bereich Asbach/Lindenlohe ist laut Schärtl im Laufen. Hier stünden als nächstes Abstimmungsgespräche mit dem Markt Schwarzenfeld auf der Agenda.

In seinem Ausblick auf die nächsten Monate erwähnte das Stadtoberhaupt ein Großprojekt, das vor allem auf den Verkehrsfluss in der Stadt Auswirkungen haben wird: die Deckenerneuerung der Regensburger Straße sowie der Georgenstraße. Im Zuge dieser Maßnahme wird die Kommune auch die Wasserleitungen erneuern und den Kanal in diesen beiden Straßen sowie der Mittelschulstraße sanieren.

"Eine Riesenaktion"


Die Kosten dafür bezifferte Schärtl auf rund eine Million Euro, wovon die Stadt etwa 800 000 Euro selber aufbringen muss. "Das wird eine Riesenaktion - finanziell und verkehrlich", unterstrich der Redner. Weiter nannte Schärtl unter anderem den ersten Bauabschnitt des Zwingerwegs West, den Erwerb des Sparkassenparkplatzes, den Anbau an das Feuerwehr-Gerätehaus in Neusath sowie den Kauf von 20 000 Quadratmeter Grund beim ehemaligen Krankenhaus als anstehende Projekte.

Zahlen aus der Stadt6110 Einwohner zählt die Stadt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um rund 60 Personen. Bürgermeister Armin Schärtl sagte dazu bei der Bürgerversammlung: "Dass Flüchtlinge anerkannt wurden, ist ein Grund dafür, warum wir der Demografie ein Schnippchen schlagen". Ein weiterer Aspekt: Die Stadt verzeichnete im vergangenen Jahr insgesamt 300 Zuzüge. Diesen stehen 284 Wegzüge gegenüber. Die Zahl der Geburten lag im Jahr 2015 bei knapp über 50. Diese Zahl wird laut Stadtoberhaupt Schärtl auch in diesem Jahr wohl wieder erreicht. Über 70 Sterbefälle verzeichnete die Stadt 2015. Auch diese Zahl liegt ziemlich genau im Trend der vergangenen Jahre. (tib)
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