Jäger haben konkrete Forderungen an Politiker
Mit der "Saumeute" auf Saujagd

Kreisgruppen-Vorsitzender Alois Seegerer, Herbert Fiebak, Dietmar Maier und Johann Pütz (von rechts) berichteten über die Schwarzwild-Situation im Altlandkreis Nabburg.
Wirtschaft
Nabburg
24.09.2014
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In der Region gibt es immer mehr Wildschweine. Dementsprechend steigen auch die Abschusszahlen. "Die Jäger haben ihre Hausaufgaben gemacht", sagt Alois Seegerer. Mehr Unterstützung wünschen sich die Waidmänner aber von der Politik, an die sie konkrete Forderungen stellen.

"Schwarzwild verursacht die meisten Schäden", sagt Alois Seegerer, Vorsitzender der Kreisgruppe Nabburg des Bayerischen Jagdverbandes. Insofern sind die Jäger - neben der Bejagung des übrigen Wilds - hier besonders gefordert. Ein Vergleich: Lagen die Abschusszahlen im Landkreis Schwandorf im Jagdjahr 1990/91 noch bei 484, so betrugen sie 2013/14 bereits 1.896. In der Kreisgruppe Nabburg wurden 302 Wildschweine erlegt. Im Jagdjahr 2012/13 waren es 297 und 2009/2010 128. "In den vergangenen Jahren ist eine Bejagung auf Höchstleistungsniveau geschehen", kommentiert Seegerer diese Zahlen. Der milde Winter und ausreichendes Futter führten außerdem dazu, dass die Schwarzwild-Zahlen noch weiter anstiegen.

Situation im Griff

Insgesamt fällt Seegerers Jagdjahr-Fazit recht positiv aus: "Wir konnten den Populationsanstieg zwar nicht verhindern, haben die Situation aber fest im Griff". Außerdem hätten sich die Schäden bis dato in einem nicht überdimensionalem Maß bewegt. Besonders freut er sich über die bislang unfallfrei verlaufenen Jagden und die gute Zusammenarbeit mit dem Bauernverband oder der Unteren Jagdbehörde. Hilfe wünschen sich die Jäger aber von der Politik. So fordern sie zum Beispiel eine gebührenfreie Trichinenuntersuchung und die Gewährleistung einer flächendeckenden Infrastruktur, damit die Untersuchungsstellen von den Jägern schnell und einfach erreichbar sind. Mit der Anlage von Bejagungs-Schneisen oder Wildäckern könnten landwirtschaftliche Betriebe den Waidmännern bei der Bejagung des Schwarzwildes helfen. Eine weitere Forderung der Jäger: vernünftige Wildschadensregelungen bei Jagdpachtverträgen. Außerdem sollten die Verkehrssicherungsmaßnahmen - insbesondere bei Drückjagden auf Schwarzwild - gebührenfrei sein.

Hilfe durch Hunde

Ein wichtige Hilfe für die Jäger ist die "Oberpfälzer Saumeute" - eine Hundeführertruppe, die die Waidmänner unterstützt. Die Vierbeiner werden zum Beispiel in ein Maisfeld geschickt, um die Wildsauen heraus zu treiben - wie zum Beispiel gestern Nachmittag im Schmidgadener Gemeindeteil Littenhof (Bericht folgt). "Saumeute"-Leiter Herbert Fiebak schildert, dass bei derartigen Jagden insgesamt 116 Sauen im weiteren Umkreis geschossen worden seien.

Der stellvertretende Kreisgruppenvorsitzende Johann Pütz blickte abschließend kurz auf die Renovierung des Schießstandes der Kreisgruppe zurück und freute sich, dass diese im vergangenen Jahr abgeschlossen werden konnte.
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