Kirchlicher Segen für Innovationszentrum
Neue Denkzentrale der EMZ

Architekt Christoph Thomas (links) lobte bei der symbolischen Schlüsselübergabe die reibungslose Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Thomas Hanauer (rechts) und den professionell arbeitenden Projektleitern der EMZ, Helmut Daiminger (Zweiter von links), Michael Forster (Mitte) und Günther Ruider (Zweiter von rechts). Bilder: Held (2)
Wirtschaft
Nabburg
29.07.2016
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Für Dr. Eduard Sailer ist der Begriff "Industrie 4.0" auf dem besten Weg verbrannt oder verbraucht zu werden.

Sieben Millionen Euro hat die EMZ Hanauer investiert. Sie baute eine neue Elektronikfertigung, um Platz zu schaffen für ein Produktentstehungszentrum namens "Customer Innovation Space" (CIS). Geld wurde aber auch für das Betriebsklima ausgegeben.

Als sogenannte weiche Unternehmensvorteile sind die Rutsche und die grüne Wand zu nennen. Noch nicht ganz fertig ist die erweiterte, modernisierte Kantine mit breiterem und gesünderem Essensangebot. Dafür erntete das Familienunternehmen bei der Einweihung des CIS am Donnerstagvormittag Lob von Stadtpfarrer Hannes Lorenz. "Diese soziale Verantwortung des Unternehmers ist nicht selbstverständlich." Doch der Reihe nach, denn die hochrangigen Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Kunden und Geschäftspartner aus dem In- und Ausland und Mitarbeiter in blauen EMZ-Poloshirts sind vornehmlich in das CIS an der Siemensstraße geeilt, um der Einweihung desselben beizuwohnen. Diese effiziente Ideenschmiede ist das Herzstück des Aus- und Umbaus, Produktentwicklung, Prototypenbau und Testlabor sind nun in dieser über 2000 Meter großen "Hirnschale" räumlich zusammengefasst.

Die Umsetzung des CIS in der früheren Elektronikfertigung vergleicht Geschäftsführer Thomas Hanauer mit der "Quadratur des Kreises". Offene Flächen sollen gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten bieten. Entstanden ist ein helles, gut belüftetes und Geräusch gedämpftes Großraumbüro mit Kommunikationseiern für Gespräche. Thomas Hanauer stellt heraus, dass ausschließlich regionale Firmen am Bau beteiligt waren und die Investition als Signal für den Standort Nabburg zu werten sei. Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier sagt: "Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken." Und in Richtung Thomas und Seniorchef Ernst Hanauer: "Dazu beigetragen haben Sie und Ihre Mitarbeiter".

Unternehmerischer Mut und Weitsicht sind für Dr. Christian Barth, Amtschef im Umweltministerium, lobenswert. Angesichts von Problemen wie der Erderwärmung, sei "der menschliche Geist herausgefordert, auch hier in diesem Gebäude." "Wir sind stolz auf solche Firmen", bemerkt stellvertretender Landrat Joachim Hanisch, und Nabburgs Bürgermeister Armin Schärtl ist von "unserem größten Betrieb" begeistert.

Dr. Eduard Sailer, Geschäftsführer bei Miele, zeigt in seiner Festrede auf, wo die Reise bei Haushaltsgeräten hingeht - zu selbst dosierenden Waschmaschinen und weit darüber hinaus. Als wünschenswert nennt er, dass sich das Gerät in einem festgelegten Zeitfenster dann einschaltet, wenn der Strom am billigsten ist. Vor der symbolischen Schlüsselübergabe und dem kirchlichen Segen durch Stadtpfarrer Hannes Lorenz und Pfarrerin Irene Friedrich liefert Christoph Thomas von der TK-Bauplanung Weiden Details zum Bau. Die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt erwähnt er ebenso wie die EMZ, die zu ungewöhnlichen Projektabläufen bereit war.

Tag der offenen TürWer sich selbst ein Bild von EMZ Hanauer machen will, sollte sich den Sonntag, 11. September, vormerken. Vormittags finden Betriebsbesichtigungen für die Familien und Angehörigen der Mitarbeiter statt. Nachmittags ist die Öffentlichkeit eingeladen, die Werkhallen und die Piazza zu besichtigen. (ihl)
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