Nabaltec rückt näher an China

Vorstand Johannes Heckmann und der künftige Vorstand Dr. Michael Klimes (von rechts) führten die chinesische Delegation durch den Betrieb in Schwandorf-Dachelhofen. Bild: Hirsch
Wirtschaft
Nabburg
07.07.2016
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Der Kontakt kam über das Internet zustande. Regierungsvertreter der chinesischen Provinz Jiangsu meldeten sich bei der Geschäftsleitung der Nabaltec AG und bekundeten ihr Interesse an einer Zusammenarbeit. In der 3,5-Millionenstadt Changzhou sei gerade ein Industriegebiet im Entstehen, für das man innovative Unternehmen suche.

Schwandorf. Nabaltec-Vorstand Johannes Heckmann bekam am Mittwoch Besuch aus der Stadt Changzhou (China). Zur Delegation, die derzeit durch Deutschland reist und weitere Betriebe besichtigt, gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister der Millionen-Metropole. Am Gespräch nahm ebenso Dr. Michael Klimes teil, der am 1. Januar 2017 für Gerhard Witzany in den Vorstand des Unternehmens aufrücken wird.

In der texanischen Stadt Corpus Christi unterhält die Nabaltec AG bereits ein "Joint Venture" mit der Firma Nashtec. Nun spielt die Unternehmensführung mit dem Gedanken, sich auch in China niederzulassen. "Der chinesische Markt wird für uns immer bedeutender", betont Vorstand Johannes Heckmann. Besonders im Bereich des halogenfreien Flammschutzes entwickle sich China zu "einem schnell wachsenden Absatzmarkt". Deshalb würde es einen Sinn ergeben, dort ein eigenes Werk anzusiedeln. Zumal Changzhou nahe am Jangtse-Fluss und nur eine Eisenbahnstunde entfernt von Industrie- und Handelsmetropole Shanghai liege.

Noch befinden sich die Planungen im Anfangsstadium. Sollte die chinesischen Regierungsvertreter nach ihrer Deutschlandtour zu der Überzeugung kommen, der Chemiebetrieb Nabaltec passe in den Branchenmix des neuen Industriegebietes, werde man die Ansiedlungsbedingungen erörtern, kündigte Johannes Heckmann an.

Wie kamen die Chinesen überhaupt auf das Schwandorfer Werk? "Es gehört zu den Top 100 in Deutschland", begründete der Sprecher der Delegation das Interesse. Sein Land wolle leistungsfähige ausländische Firmen ins Land locken.
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