Überleben im Netz

Zahlreiche Bürgermeister und Kämmerer aus dem Landkreis ließen sich beim zweiten Kommunal-Forum der Raiffeisenbank im Naabtal über das regionale Online-Marketing informieren. Bilder: Dobler (2)
Wirtschaft
Nabburg
02.10.2015
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Wie man sich doch irren kann. "Das Internet ist nur ein Hype." Das behauptete zumindest Microsoft-Mitgründer Bill Gates 1993. Doch das Internet blieb. Und zwingt Kommunen und Geschäftsleute tagtäglich zum Nachdenken und zu Entscheidungen. Hier schlägt die Stunde der Berater.

Ein Experte auf dem Gebiet, wie man als Gemeinde und als Mittelständler die Herausforderungen meistern kann, die das weltweite Netz mit sich bringt, ist Cima-Geschäftsführer Roland Wölfel aus Forchheim.

Cima ist eine Beraterfirma, die der öffentlichen Hand bei diesen Themen öfter zur Seite steht, und so war es für die Raiffeisenbank im Naabtal keine Frage, Hochkaräter Wölfel zu ihrem zweiten Kommunal-Forum einzuladen, das im Konferenzraum des Oberpfälzer Freilandmuseums über die Bühne ging. Es waren vor allem Bürgermeister und Kämmerer aus dem Verbreitungsgebiet der Bank, die an der Tagung teilnahmen, und sie taten dies unter dem Leitmotiv "Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen".

Bank-Vorstand Bernhard Werner ermunterte die Verantwortlichen in den Rathäusern, "die infrastrukturellen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich die Betriebe mit den heute aktuellen Möglichkeiten und Erfordernissen der modernen Kommunikation weiter entwickeln". Ziel sei, dass die Mittelständler auch digital ihre Geschäfte und die Kommunikation mit den Geschäftspartnern, Lieferanten und Kunden ohne Hindernisse abwickeln können.

Cima-Geschäftsführer Wölfel war sich sicher, "dass es nicht passieren wird, dass es keinen lokalen Handel mehr gibt, aber wir müssen etwas dafür tun". Dazu gehöre, dass sich die Geschäfte im Netz präsentieren - und dort vor allem auch gefunden werden. Am besten sei es, wenn die Homepages der Städte und Gemeinden gleich auf die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten verweisen würden.

"Netzwerk Nabburg"

Dass es auch in kleineren Orten zukunftsweisende Bestrebungen gibt, verdeutlichte Wolfgang Engel am Beispiel des "Netzwerk Nabburg", einem Zusammenschluss von 40 Händlern, Dienstleistern, Handwerkern und Privatleuten. Es ist m Internet vertreten (netzwerknabburg.de). "Dieses Internetportal zeigt, dass es in Nabburg doch etwas gibt, auch wenn immer das Gegenteil behauptet wird", erläuterte Engel schmunzelnd.
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