Zwei Märkte im Angerweiher-Gebiet sollen erweitert werden
Zuwachs in einem Sondergebiet

Die Norma will sich vergrößern, und Kik geht, so dass dort dann - ebenfalls nach einer Erweiterung - ein Drogeriemarkt Platz finden könnte. Bild: Amann
Wirtschaft
Nabburg
30.01.2015
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Der Eigentümer möchte zwei Märkte im Angerweiher-Gebiet erweitern. Weil einer davon dann über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweist, muss der Bebauungsplan geändert werden. Das Verfahren läuft jetzt.

Die Norma möchte sich ausdehnen. Ihre Verkaufsfläche soll auf knapp 1000 Quadratmeter anwachsen. Der Immobilien-Inhaber aus dem Landkreis Regensburg plant, zu diesem Zweck einen Anbau zu erstellen. Er will sein Vorhaben gleich mit einer zweiten Baumaßnahme verbinden. Denn das im rechten Winkel dazu stehende Verkaufsgebäude, in dem der Discounter "Kik" seine Niederlassung schließt, soll um 225 auf dann 740 Quadratmeter vergrößert werden. Dafür hätte er einen Interessenten aus der Drogerie-Branche.

Das Thema kam vergangene Woche in den Stadtrat. Denn bisher ist das Gelände als Gewerbegebiet geführt. Will sich darauf allerdings ein Geschäft mit über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ansiedeln, so muss es als "Sondergebiet Handel" (wie gegenüberliegend bei Rewe) deklariert werden. Änderungen des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes sind dazu nötig. Der Stadtrat erklärte sich damit einverstanden, die notwendigen Verfahrensschritte einzuleiten und zu betreiben. Zuvor verlangte CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler, darauf zu achten, dass genügend Parkplätze erhalten bleiben.

Die Pläne für die Projekte macht das Passauer Büro Mitschelen und Gerstl. Der federführende Architekt Fritz Gerstl gab auf Anfrage der NT-Redaktion zu verstehen, dass so ein Verfahren im besten Fall in zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein könnte. Erfahrungsgemäß dauere es aber viel länger. Denn bei der Ausweisung eines solchen Sondergebietes gehe es auch um eine raumordnerische Bewertung unter den Gesichtspunkten Abschöpfungsquoten und Konkurrenz. Da würden viele Fachstellen und auch die Regierung ein Wort mitsprechen wollen. Deshalb sei es durchaus möglich, dass die bauliche Realisierung heuer nicht mehr erfolgen kann.

Abwartend gibt sich unterdessen die Drogeriemarkt-Kette Rossmann, deren Name in der Stadtratssitzung bereits genannt worden war. Es gebe momentan nichts Konkretes zu vermelden, erklärte auf NT-Anfrage die Pressestelle am Unternehmenssitz in Burgwedel (Niedersachsen). Spekulationen, wonach eine mögliche Neueröffnung in Nabburg eine Schließung des Markt-Standortes in Wernberg-Köblitz nach sich ziehen könnte, wollte Rossmann weder bestätigen noch dementieren: "Unsere Verkaufsstelle in Wernberg haben wir im Juli 2010 eröffnet. Sie entspricht mit rund 600 Quadratmetern Verkaufsfläche dem aktuellen Stand und hat sich positiv entwickelt", hieß es dazu.
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