Bayrisch-böhmisch

Optimistisch zeigten sich beim Arbeitstreffen in Sibyllenbad (von rechts) Klaus Meyer, Gerhard Geiger, Stefan Walberer (Bad Alexandersbad), Ursula Stingl, Peter Berek, Barbara Bannert, Michael Galimbis (stellvertretender Bürgermeister Bad Alexandersbad), Jan Kuchar, Michal Pospisil, Christian Maischl. Bild: hfz
Lokales
Neualbenreuth
11.07.2015
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Klaus Meyer formulierte das Projektziel: Die Zusammenarbeit zwischen den Bädern verbessern und konkrete Schritte für eine gemeinsame Zukunft festlegen will der Bürgermeister.

Nach bilateralen Treffen zwischen Neualbenreuth/Sibyllenbad und Bad Alexandersbad sowie dem oberpfälzischen Kurort und Cheb/Franzensbad (wir berichteten) waren auf Einladung von Bürgermeister Klaus Meyer nun die Verantwortlichen der Kommunen zum ersten Mal gemeinsam zu einer Arbeitstagung im Kurmittelhaus Sibyllenbad zusammengetroffen.

Flüssige Bodenschätze

Peter Berek, Bürgermeister von Bad Alexandersbad, nannte zahlreiche einende Elemente zwischen den Kurdestinationen. Geographisch der Egerer Graben, die bereits vor den Weltkriegen grenzüberschreitend gelebte Kurtradition und die jeweiligen Alleinstellungsmerkmale durch die ortsgebundenen Heilmittel - gesundheitsförderndes Wasser. Auch stellvertretender Bürgermeister Jan Kuchar, Franzensbad, unterstrich den wichtigen Charakter der flüssigen Bodenschätze die, unabhängig von Landes- oder Bezirksgrenzen, in den drei Kurorten gefördert werden und zur Behandlung diverser Krankheitsbilder geeignet sind.

Euregio-Egrenis-Netzwerk

Einvernehmen bestand schnell, dass zur weiteren Förderung der Zusammenarbeit auch das bestehende Netzwerk der Euregio Egrensis mit Sitz in Marktredwitz genutzt werden soll. Der stellvertretende Bürgermeister von Cheb, Michal Pospisil, erinnerte aufgrund eigener beruflicher Erfahrung bei der grenzüberschreitenden Gartenschau Marktredwitz/Cheb über positive Synergieerfolge und ein gutes und effektives Zusammenarbeiten zwischen den beiden europäischen Staaten. Für Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger eröffnen sich durch eine künftige Zusammenarbeit konkrete Vorteile auch für das einzige Kurbad der nördlichen Oberpfalz. "Unsere deutschlandweit einzigartige Radon-Kohlensäuretherapie bei der schmerzlindernden Behandlung rheumatischer Erkrankungen kann durch die Vermarktung in dem neuen grenzüberschreitenden Bäderdreieck eine noch bessere Beachtung finden. Den Gästen in Neualbenreuth stehen dann ergänzende und ansprechende Angebote der Partner in Oberfranken und in Franzensbad zur Verfügung."

Demnächst in Franzensbad

Die Teilnehmer des Projektes "Bayrisch-böhmisches Bäderdreieck" wollen sich nun zunächst im tschechischen Franzensbad treffen um weitere konkrete Arbeitsthemen zu vereinbaren. "Wir schreiten nicht voran sondern wir laufen, um dieses Ziel einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den bayrischen und tschechischen Kurorten im Interesse der Gäste in der Region mit Leben zu erfüllen und gemeinsam umzusetzen", so Neualbenreuths Bürgermeister Meyer.
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