Damit Boden auf Feldern bleibt

Wie wirken sich diverse Anbaumethoden und Saatgutmischungen aus? Beim Ortstermin informierten sich (von links) Landwirt Herbert Löw, Fachberater Ludwig Peter vom Erzeugerring Oberpfalz, Josef Rupprecht, Sachgebietsleiter Fachzentrum Agrarökologie Amberg, Pflanzenbauberater Stephan Poersch vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth, Maximilian Graml, Teamleiter Erzeugerring-Fachberatung, Bauernverband-Kreisgeschäftsführer Ulrich Härtl, Landwirt Ferdinand Köstler und Bürgermeister Klaus M
Lokales
Neualbenreuth
10.11.2015
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Starker Regen sorgt immer öfter für Schlammlawinen und Überschwemmungen. Damit der Boden auf den Feldern bleibt, sind kreative Lösungen gefragt. Eine davon ist der verstärkte Anbau von Zwischenfrüchten.

Zwei Landwirte zeigten nun im Rahmen der Initiative "boden:ständig" Maßnahmen zum Erosionsschutz. Herbert Löw und Ferdinand Köstler führten Fachleuten der Landwirtschaftsverwaltung, des Erzeugerrings Oberpfalz und des Amts für Ländliche Entwicklung Oberpfalz ihre Zwischenfrucht-Versuche auf den Feldern rund um Neualbenreuth vor. Zentrales Anliegen der Aktion ist die Verringerung der Erosion und der diffusen Nährstoffeinträge in die Bäche. Auf Betreiben von Bürgermeister Klaus Meyer startete das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz hier ein fachübergreifendes Beratungsprojekt, das durch das Landwirtschaftsministerium finanziert wird.

Löw und Köstler nutzen schon länger Zwischenfrüchte, die für Bodenschutz und Wasserrückhaltung sorgen - im Winter als Bodenbedeckung, im Frühjahr als Mulchdecke bei der Felderbestellung. Gerade in den Hanglagen rund um Neualbenreuth sind solche Bewirtschaftungs-maßnahmen auf den Feldern wichtig für den Erosionsschutz. Denn in den letzten Jahren hat Starkregen immer wieder zu Überschwemmungen mit Schlammablagerungen in einzelnen Ortsteilen geführt.

Die Landwirte erläuterten ihre Feldversuche mit Ludwig Peter vom Erzeugerring Oberpfalz, der die Beschaffung des Saatguts von verschiedenen Lieferanten und die Einteilung der Versuchsparzellen koordiniert hat. Auf drei Feldern in erosionsgefährdeten Hanglagen wurden nach der Ernte im Juli/August verschiedene Zwischenfruchtmischungen ausgesät. Um die Wirkung des Erosionsschutzes vergleichen zu können, setzten die Landwirte verschiedene Geräte zur Bodenbearbeitung und verschiedenes Saatgut ein. Am Aufwuchs können die Fachleute wichtige Erkenntnisse für den Erosionsschutz bei der Felderbestellung im Frühjahr ablesen.
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