"Das verschwundene Sudetenland": Ausstellung in der St. Anna-Kirche von Palitz an den ...
Stellwände mit Aufnahmen von Orten früher und jetzt

Bürgermeister Klaus Meyer (rechts) bei der Vernissage in Palic (Palitz), daneben Ing. Jiri Malinák (Verein Leben am Tillenberg) und die Direktorin der Organisation "Antikomplex" Tereza Vavrová. Bild: enz
Lokales
Neualbenreuth
10.08.2015
30
0
"Das verschwundene Sudetenland" heißt eine Ausstellung, die gegenwärtig in der St. Anna-Kirche von Palic (Palitz) gezeigt wird. Veranstaltet wird sie vom Verein "Leben am Tillenberg (Zivot na Dylen)", dem auch die Marktgemeinde Neualbenreuth durch Bürgermeister Klaus Meyer angehört. Diese Wanderausstellung der tschechischen Organisation "Antikomplex" war seit 2002 in zahlreichen Städten und Gemeinden der Tschechischen Republik, Österreichs, Polens und Deutschlands unterwegs. 10 Stellwände mit jeweils sechs Tafeln zeigen Fotos im Vergleich "Früher - Jetzt" zahlreicher Orte, die bis kurz nach Kriegsende von Deutschen besiedelt waren. Dazu informieren passende einfühlsame Texte über die Geschichte der entsprechenden Orte, darunter "Boden" unmittelbar bei Neualbenreuth gelegen und Palitz. Bei der Vernissage brachte Jiri Malinák vom Verein "Leben am Tillenberg" seine Freude zum Ausdruck, dass in der St. Anna-Kirche - obwohl noch in weiten Teilen renovierungsbedürftig - jetzt schon verschiedene Veranstaltungen stattfinden können. Die Direktorin von "Antikomplex", Tereza Vavrová, verwies darauf, welch großer Verlust der zum Teil unwiederbringliche Untergang deutscher Kultur sei und dass es jetzt darauf ankommt, die Vergangenheit kritisch zu reflektieren und sich darauf zu konzentrieren, was wir in Zukunft mit dem noch existierenden Erbe machen wollen.

Bürgermeister Klaus Meyer richtete in seinem Grußwort das Augenmerk darauf, "... dass wir jetzt nicht mehr das Trennende, sondern das Verbindende zu beiden Seiten der Grenze in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten rücken." Der Tillenberg sei Symbol dafür. Die Anzahl der Gäste bei der Vernissage zeugte vom großen Interesse tschechischer Bürger an der Ausstellung. Sie ist bis 5. September samstags und sonntags, 10 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr, werktags nach Absprache zu besichtigen.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.