Einer der Besten im Landkreis

Mit dem Zierwerk der Orgel hat Rudi Löw hochwertige Schnitz- und Bildhauerarbeiten geschaffen.
Lokales
Neualbenreuth
16.01.2015
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Rudi Löw hat viele Spuren hinterlassen - in den Herzen der Menschen und auch deutlich sichtbare. Die Kirchenorgel in St. Laurentius zeugt von den besonderen künstlerischen Fähigkeiten des Schreiners und Bildhauers.

Ende Dezember ist Löw im Alter von 53 Jahren gestorben - kurz vor dem zehnten Jahrestag der Einweihung seines größten Projekts: Am 16. Januar 2005, also heute vor zehn Jahren, ist die Erneuerung und Erweiterung der Kirchenorgel in der Heimatpfarrgemeinde St. Laurentius gewürdigt worden. Löw war an der Restaurierung maßgeblich beteiligt.

Täglich an der Orgel

"Beim Ab- und Aufbau war er fast täglich an der Orgel zu finden", heißt es aus den Reihen der freiwilligen Helfer aus der Pfarrei, darunter Willi Zintl und Alois Fischer. Für die Erweiterung der Orgel um die beiden Pedal-Türme schnitzte Löw das komplette Zierwerk - die barocken Schleierbretter mit den Durchbrüchen, Voluten, Arabesken und weiteres Rankwerk. Löws Arbeitgeber stellte den Mitarbeiter für diese Aufgabe frei. Über vier bis sechs Monate saß der Bildhauer über der Ausführung und stellte diese hochwertigen Objekte für den Orgelbau zur Verfügung. Orgelbaumeister Hans-Georg Vleugels war überrascht einen Künstler dieser Güte vor Ort anzutreffen.

Willi Zintl, in dessen Firma in Neualbenreuth Löw arbeitete, würdigt den begnadeten Schreiner als "... einen der besten im Landkreis". Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten hatte sich Löw selbst angeeignet - als er einst zusammen mit Zintl den Beruf in der örtlichen Firma Heß lernte. Löw, sagt Zintl, war einer der letzten Barockmöbel-Schreiner. "Das lernt heute keiner mehr."
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