Gemeinsame Wege zum Tillen

Nicht ganz ernst gemeint ist dieser erste Fahrkarten-Entwurf, den der Bürgermeister per Beamer vorstellte. Von einem eigenen Verkehrsverbund ist Neualbenreuth meilenweit entfernt. Bild: kro
Lokales
Neualbenreuth
01.12.2014
5
0

Die erste Fahrkarte für die Tillenberg-Zahnradbahn ist bereits gedruckt. Schmunzelnd präsentierte der Bürgermeister ein Exemplar, das ein eifriger Bürger schon mal angefertigt hat.

Klaus Meyer hatte vor einigen Tagen bei der Bürgerversammlung mit seiner Vision, eine Zahnradbahn zum Tillenberg zu bauen, für mächtig Wirbel gesorgt (wir berichteten). Auch bei der Sitzung des Marktgemeinderats am Donnerstag kam das Thema zur Sprache. Der Bürgermeister machte klar, dass die Erschließung des Tillenbergs in touristischer Hinsicht konkrete Firmen annehme.

Bei einem Treffen mit den tschechischen Nachbarn vom Verein "Freunde des Tillenbergs" seien die Möglichkeiten gemeinsamer Loipen erörtert worden. "Unsere Nachbarn sind hier sehr emsig am Werk. Ob Downhill-Strecken, Radwanderwege oder Loipen, aber auch Stützpunkte wie das Tillenschutzhaus und der Gipfel werden aktiv bearbeitet", berichtete Klaus Meyer. Erfreut präsentierte er dem Gremium eine Fahrkarte des fiktiven Verkehrsverbundes Neualbenreuth für die Zahnradbahn, angefertigt von einem Bürger.

In seinem sehr umfangreichen Bericht bedauerte er, dass keine Asylbewerber in das leerstehende Kewog-Haus einziehen (wir berichteten). Als Grund gab er an, dass die Regierung bei den Preisverhandlungen mit der Kewog nicht einig geworden sei. Das Integrationsteam, für das sich schon viele Bürger gemeldet hätten, sei nun nicht mehr nötig. "Schade drum", kommentierte der Bürgermeister.

Weiter informierte Meyer das Gremium, dass bei einer Vereinskartellversammlung beschlossen worden sei, den Veranstaltungskalender zugunsten eines achtseitigen Informationsblattes, das alle zwei Monate erscheinen soll, abzuschaffen. Er berichtete auch von einem Treffen mit dem neuen Oberbürgermeister von Cheb (Eger). Im Gespräch sei es unter anderem um eine mögliche Windkraftanlage im Egerer Stadtwald gegangen.

Keine Windräder

Dabei sei von tschechischer Seite klar zum Ausdruck gekommen, dass gegen den Willen der Neualbenreuther keine Windkraftanlage entstehe. Gut nachbarschaftliche Beziehungen seien mehr wert als mögliche Einnahmen durch Windkraftnutzung im Egerer Stadtwald, sagte der Bürgermeister.

Die Übernachtungszahlen in der Gemeinde Neualbenreuth sind weiter rückläufig, wenngleich das Minus von 11,4 Prozent auf aktuell 8,9 Prozent etwas gesenkt wurde. Dennoch: Rund 11 000 Übernachtungen fehlen im Vergleich zum Vorjahr, im Vergleich zu 2012 sind es sogar 17 000 Übernachtungen. Meyer zeigte sich jedoch optimistisch und hoffte, dass die Talsohle bald durchschritten ist. Schließlich seien die Umbauarbeiten im Sibyllenbad zumindest im Innenbereich nun bald fertig. Der Parkplatzbau und die Sanierung des Kurparks liefen auf Hochtouren.

Abschluss am Friedhof

Am Donnerstag fand die Endabnahme der Baumaßnahme am Friedhof statt, informierte Klaus Meyer. Rund 21 000 Euro, plus 1600 Euro für die Tröge, kostete die Neugestaltung der Wege. Die Bischöfliche Finanzkammer in Regensburg habe mitgeteilt, dass es eine Vereinbarung zwischen dem Markt und der Kirchenstiftung gebe, wonach die Gemeinde für alles außerhalb des Kirchengebäudes und der Grotte zuständig sei.

Den behindertengerechten Eingang zur Kirche müsste deshalb die Gemeinde tragen. Meyer will aber noch einmal mit der Bischöflichen Finanzkammer sprechen. Scherzend meinte er: "Ansonsten müssten wir wohl eine Mautstation vor der Kirche aufstellen, um Eintritt zu kassieren." Abschließend lud der Bürgermeister alle zum weihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt am 2. und 3. Advent ein.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.