Granatbrunnen im Märchenwald

Bürgermeister Klaus Meyer ist fest davon überzeugt, dass der Tillenberg innerhalb der nächsten zehn Jahre attraktives Freizeitziel ist und verbindendes Element zwischen Bayern und Tschechien wird. Bild: pz
Lokales
Neualbenreuth
25.04.2015
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Besonders markant ist der Tillenberg wegen seines Turms am Gipfel: Er war Zeiten des Kalten Krieges abschreckendes und ist inzwischen verbindendes Element.

Die Besonderheiten vor Ort vielseitig nutzen will Bürgermeister Klaus Meyer. "Da gehört der Tillenberg dazu." Seine Visionen um den Neualbenreuther Hausberg will er als eine Art Weckruf verstanden wissen. "Dass wir neben der guten Entwicklung im Sibyllenbad und in der Landwirtschaft ein weiteres Standbein brauchen."

Klaus Meyer sieht den Tillenberg als Chance, mit den tschechischen Freunden wieder zusammen zu kommen. Beide Seiten sollen von dem Berg als touristisches Ziel profitieren. "Wir haben hier Möglichkeiten, für uns und für unsere Kinder."

Grundmauern stehen noch

Die "Freunde des Tillenbergs", wie sich der Verein in Tschechien nennt, waren in dieser Richtung schon sehr aktiv (wir berichteten). Das beeindruckt Klaus Meyer. "Die haben sich zum Ziel gesetzt, das Tillenschutzhaus wieder zu errichten", weiß Meyer. "Die Grundmauern stehen noch." Das Gebäude könnte ähnliche Strahlkraft gewinnen wie etwa die Blockhütte im Waldnaabtal. "Die Bestrebungen dieses Vereins unterstützen wir." Auch bei der weiteren touristischen Erschließung des Tillens sind die Nachbarn schon etwas weiter: Im Winter die gespurte Langlaufloipe, das bereits vorhandene und erstklassig beschilderte Rad- und Wanderwegenetz.

Für Mountainbiker gibt es bereits eine Downhill-Strecke. Weitere sollen folgen, wie es heißt. "Das spielt uns genau in die Karten", sagt Meyer. Die Nachbarn seien begeistert von dem Vorschlag, dass nun die bayerische Seite nachziehen will. "Der Gipfel steht im Mittelpunkt", sagt Meyer. Und kommt auf den Gedenkstein zu sprechen, der den Mittelpunkt Europas markiert. "Der gehört auf den Gipfel." Denn der weite Blick von dort sei einzigartig; der jetzige Standort des Gedenksteins dagegen recht eingewachsen. "Erklärtes Ziel ist: Die damals bestehende Grenze soll nicht mehr Grenze sein."

Hochseilgarten

Von allen Seiten ausgeschöpft werden sollten die Chancen, die der Tillenberg biete. Einen Hochseilgarten und einen Märchenwald nennt Meyer in diesem Zusammenhang, nennt den Granatbrunnen und verweist auf die vielen Sagen, die sich um die Gegend ranken.

"Effekt des Nachdenkens"

Auch Bürger hätten viele Ideen. "Es kommen viele Neualbenreuth auf mich zu und sagen, da können wir dies und jenes machen", freut sich Meyer über den, wie er sagt, "Effekt des Nachdenkens": "Ich habe erreicht, dass sich Bürger mit der Thematik beschäftigen, wie es in zehn Jahren in Neualbenreuth ausschauen soll."

Nostalgie ohne Masten

Und dann kommt die Zahnradbahn ins Gespräch. "Das passt zu uns, hat eine gewisse Nostalgie." Masten würden stören am Tillen, wie auch Windräder nicht in die Landschaft passen würden. Darin verschwinden würde die Trasse. Und der Berg dann eine gute Ergänzung bieten zum Grenzlandturm, "... einem der schönsten Flecken in Neualbenreuth."
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