Hauptaufgabe offensichtlich

Gemeinsam mit Armin Messner (hinten Dritter von rechts) vom Hauptverein Weiden ehrte Vorsitzender Meinhard Köstler (links) eine Reihe verdienter Mitglieder. Vorne die neu ernannten Ehrenmitglieder Maria Müller und Barbara Schöner(sitzend (von rechts) und Walter Küblböck, Siegfried Stähli und Werner Altnöder sen. (stehend von rechts). Bild: hfz
Lokales
Neualbenreuth
02.04.2015
3
0

Der Stand von 139 Mitgliedern ist zwar konstant geblieben. Die Situation beim Zweigverein des Oberpfälzer Waldvereins (OWV) lässt jedoch nach den Worten von Vorsitzendem Meinhard Köstler keinen Zuwachs von jungen Mitgliedern oder Frauen erkennen.

Köstler umriss zu Beginn seines Tätigkeitsberichts die derzeitige Vereinssituation. Mit nur 2 Mitgliedern unter 18 Jahren und einem Frauenanteil von 22 Prozent sei eine der Hauptaufgaben für die Zukunft offensichtlich: "Wir haben durch den Wegfall der ehemaligen Jugendgruppe keinen Nachwuchs mehr." Auch gingen durchs Älterwerden der männlichen Mitglieder allmählich die Arbeitskräfte aus. Dennoch lege Köstler großen Wert auf den Kontakt zu den ehemaligen Funktions-Leuten sowie zu den älteren und kranken Mitgliedern. Sie hätten vor 30 Jahren den OWV-Karren gezogen und den Zweigverein zu dem gemacht, was er heute sei. Köstler wolle dies mit der Ehrung von Mitgliedern und die Ernennung zu Ehrenmitgliedern zum Ausdruck bringen.

Fast bis Mitternacht hatte die Jahreshauptversammlung des OWV gedauert. Nach dem Gedenkgottesdienst am Abend nahm die Mitglieder die Berichte der Vereinswarte entgegen. Unverändert ist das Interesse an den angebotenen Wanderungen. Der Einsatz der Markierungswarte als arbeitsintensivste Funktion im Verein hat auch im vergangenen Jahr wieder sichtbare Erfolge gebracht.

Lückenlose

"Das Wanderwegenetz rund um Neualbenreuth ist gut in Schuss, die Streckenführung natur- und kulturbetont angelegt und wandererfreundlich markiert. Auch die Anbindung an das tschechische Wegesystem ist lückenlos", lobte der Vorsitzende das Engagement seiner Mitarbeiter. Als besonders wertvoll, weil für die Zukunft sehr wichtig stellte der Vorsitzende den Kontakt zum tschechischen Nachbarn dar. "Hier ist mit der seinerzeitigen Schaffung der deutsch-tschechischen Wanderkarte hüben und drüben, mit der lückenlosen Anschlussmarkierung der Wanderwege und dem Kontakt zum Förderverein "Zyvot na Dylen" schon Vieles geschehen", meinte Köstler.

Auch die Tschechen hätten sich in den vergangenen zwei Jahren durch die vorbildliche Errichtung des Naturlehrpfades "Stebnický potok" (Stabnitzbach) und die Anstrengungen für das ehemalige Tillenschutzhaus um eine enge, grenzübergreifende Zusammenarbeit bemüht. Hier sei die gemeinsame Wanderung zur Wüstung Ulrichsgrün, nach Neue Welt, Palitz und den Säuerling im vergangenen Sommer ein guter Start gewesen. Köstlers Wunsch wäre es, die Granitsäule "Mittelpunkt Europas", die heuer 30 Jahre auf dem "Hohen Hau" am Tillen steht, wieder dort aufzustellen, wo sie hingehöre - auf dem Tillengipfel. Bürgermeister Klaus Meyer bedankte sich beim Zweigverein für die unkomplizierte und wirksame Zusammenarbeit, insbesondere bei der Verlegung des Wanderweges an der Muglmühle und bei den Pflegearbeiten.

Maßnahmen ein Zugewinn

Als Zugewinn für das Natur- und Kulturerlebnis der Wanderer stellte Meyer durchgeführte oder geplante Maßnahmen vor: Erneuerung des Kurweges vom Sibyllenbades nach Maiersreuth/Hardeck über den Burgberg mit 7000 Euro Investition, den Ausbau des Gedankentalweges mit fünf Besinnungspunkten und gestalteten Stelen (20 000 Euro) und den Umbau des ehemaligen Therapiepfades am Muglbach bei Maiersreuth zum Fischlehrpfad (20 000 Euro) mit der Arge Fisch als Kooperationspartner. Auch der "Vital Parcour" rund um Neualbenreuth rücke wieder ins Blickfeld. (Info-Kasten)
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.