Keine Kosten für Anwohner

Abschnitsweise verlegt wird die zweite Kanalleitung "Am Bühl". Die Arbeiten verlaufen nach Plan. Von links Thomas Ernstberger (Firma Schaumberger), Josef Schieder, Bürgermeister Meyer, Johannes Schaumberger und Verwaltungs-Geschäftsführer Stefan Döllinger. Bild: pz
Lokales
Neualbenreuth
01.10.2014
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Das Wetter passt. Gute Voraussetzungen also für die Arbeiten "Am Bühl". Dort wird ein neuer Kanal verlegt. Der soll Anwohner bei Starkregenereignissen vor schlimmen Folgen bewahren.

Oberflächenwasser, das früher von höher gelegenen Ortsteilen zu Tal rauschte, hat regelmäßig Überschwemmungen verursacht. "Das wirkt wie ein Trichter", beschreibt Bürgermeister Klaus Meyer den Effekt der Niederschläge ob der topographischen Verhältnisse im Markt unterm Tillenberg. Bisher sind Abwasser und Oberflächenwasser dort über ein Mischsystem abgeleitet worden. Künftig wird ein zusätzlicher Kanal die Situation entspannen helfen. Seit zwölf Jahren ist das Projekt geplant. Rund 250 Meter lang ist der Strang, den Mitarbeiter der beauftragten Firma Schaumberger aus Mitterteich abschnittsweise verlegen. Ende November sollen die Arbeiten erledigt sein. "Wir hoffen auf den Goldenen Oktober", sagt Johannes Schaumberger.

Mit den Arbeiten ist im Ort begonnen worden; nach und nach arbeiten sich die Leute hinauf in Richtung Biogasanlage. Meyer erzählt, dass die Rohre mit einem Durchmesser von 400 Millimeter doppelt so viel Oberflächenwasser ableiten können wie die 300er Rohre. Im Ort wird das Oberflächenwasser über den Urlbach in Richtung Schachten abgeleitet. Bei einem Ortstermin am Dienstag mit dabei war auch Josef Schieder. "Er ist immer da", unterstreicht Meyer die Präsenz des Mitarbeiters des Ingenieurbüros Zwick. Nach dem Verlegen der Kanalleitung wird die Straße wieder befestigt - und ordentlich als Ortsstraße ausgebaut, auch vor dem touristischen Hintergrund: Die Verbindung zum Grenzlandturm und Kapelle Maria Frieden wird gerne von Urlaubsgästen als Spazierweg benutzt. Auf rund 257 000 Euro beziffert Meyer die Kosten. Sie werden nicht auf die Anwohner umgelegt, nachdem es dort schon eine Abwasserleitung gibt - seit 1986/1987 etwa. Den Aufwand trägt alleine die Gemeinde; sie erhält dafür eine staatliche Förderung - zwischen 60 000 und 65 000 Euro, informieren Meyer und Verwaltungs-Geschäftsführer Stefan Döllinger. Beide heben die großartige Unterstützung von MdL Tobias Reiß hervor, außerdem die der Fachstellen am Landratsamt, beim Staatlichen Hochbauamt und bei der Regierung der Oberpfalz.
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