Mehr als 10 000 Besucher beim Kartoffelfest
Magnetische Kartoffeln

Da waren fast mehr Leute als Kartoffeln auf dem Feld, als es ans Einsammeln der frisch herausgeschleuderten Knollen ging. Erfahrene Festbesucher hatten sich schon mit Taschen und Körben gerüstet. (Bild: kro)
Lokales
Neualbenreuth
06.10.2014
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Das war ein Ereignis der Superlative: Wohl mehr als 10 000 Besucher stürmten am Sonntag das Kartoffelfest. Zentnerweise verarbeiteten die Gastgeber das Grundnahrungsmittel zu leckeren Speisen. Und trotz des Andrangs ist jeder satt geworden.

Der 12. Neualbenreuther "Herbstzauber" hatte den bisher stärksten Besucherandrang in seiner Geschichte. Tausende von Besuchern von Hof bis Regensburg und darüber hinaus kamen am Sonntag in die Tillen-Gemeinde. Die Kartoffel entfaltet offenbar magnetische Wirkung auf die Gäste.

Glücklicherweise waren genügend Parkplätze ausgewiesen, sogar auf abgeernteten Maisfeldern standen die Autos. An allen Verkaufsständen bildeten sich lange Warteschlangen, doch das eingespielte Team des Fremdenverkehrsvereins bewältigte den Andrang mit Hunderten von Helfern. Auf dem kulinarischen Sektor war die Auswahl einfach sensationell. Kesselfleisch mit Dotsch, Kartoffelfestsuppe, Krautschupfnudeln, "Alwareither Bratwurstdotsch", Ofen-Kartoffeln, "Zwatschga-Kniadla", "Schwoazbiar-Kniadla", böhmische Liwanzen, Kartoffelapfelstrudel, Hunderte selbst gebackener Kuchen und zum Dessert ein Kartoffeleis - das ist nur ein Auszug aus der riesigen Speisenkarte. Nicht weniger als fünf Zentner Kartoffeln wurden alleine für die Kartoffelspiralen verarbeitet, etwa 1000 "Küchla" wurden frisch herausgebacken.

Waren mehr Besucher als Kartoffeln auf dem Kartoffelfest in Neualbenreuth? Wir haben nicht nachgezählt, aber unsere Fotos zeigen, dass es zumindest sehr viele Besucher waren. Über 10 000, heißt es. Alle Bilder stammen von Konrad Rosner.

Das vielfältige Programm steckte voller Attraktionen. Ein Höhepunkt war die Kartoffelernte, sei es mit einem Pferdegespann, mit einem alten Traktor oder mit dem Vollernter. Im Nu landeten die zutage geförderten Feldfrüchte in den Taschen und Körben der "Kartoffelklauber". Mit dabei war auch die bayerische Kartoffelkönigin Kathrin I., die extra aus dem oberbayerischen Schrobenhausen angereist und ganz perplex vom überwältigenden Besuch war. Sie eröffnete mit den Böllerschützen den "Herbstzauber" offiziell.

Nicht fehlen durfte eine Vorführung der Getreideernte wie früher, vom Aufladen der Garben auf den Pferdewagen bis zum Drischl-Dreschen. Bürgermeister Klaus Meyer persönlich informierte die Besuchern stets per Mikrofon darüber, was gerade passierte. Viele Bewunderer fanden die Oldtimer-Bulldogs, ebenso wie die ausgestellte neueste Technik, die in der Landwirtschaft längst Einzug gehalten hat.

Für die musikalische Abwechslung sorgten die Ernestgrüner Blasmusik, die Oberpfälzer Grenzgangmusik und Alleinunterhalter Franz Becker. Fazit: Dieses Fest sucht in der Region weiterhin seinesgleichen.
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