Nigerlbuche bleibt Denkmal

Ortstermin in großer Runde an der Nigerlbuche: Der Naturschutzbeirat plädierte jetzt dafür, dass der Baum Naturdenkmal bleibt. Bild: enz
Lokales
Neualbenreuth
26.06.2015
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Seit 2012 ist klar: Das gut 200 Jahre alte Naturdenkmal ist eine Problembuche. Damals brach völlig unvermittelt nach langer Trockenperiode ein Ast ab.

Bereits im August 2012 wurde festgelegt, dass durch die Untere Naturschutzbehörde ein Baumgutachten in Auftrag gegeben werden sollte. Geschehen ist seither nichts - nur, dass zwischen einem weiteren sehr großen Ast und dem Stamm ein neu entstandener Riss immer größer wird.

Neuer Ortstermin

Jetzt kam es erneut zu einem Ortstermin an der Buche zwischen Neualbenreuth und Altmugl. Landrat Wolfgang Lippert brachte Abteilungsleiterin Regina Kestel und stellvertretende Sachgebietsleiterin Birgit Üblacker mit. Außerdem waren Mitglieder des Naturschutzbeirates gekommen. Konkret ging es darum, ob die Buche ihres Zustands wegen von der Denkmalliste gestrichen werden sollte. Dazu nötig ist die Meinung des Naturschutzbeirats. Der vertrat die Ansicht, dass das Naturdenkmal nicht komplett aufgegeben werden sollte - und plädierte dafür, die Buche von einem Sachverständigen anschauen zu lassen. "Das weitere Vorgehen ist von dem Gutachten abhängig", erklärte Birgit Üblacker auf NT-Anfrage. Bürgermeister Klaus Meyer vertrat beim Ortstermin die Meinung, dass alles Leben vergänglich sei und auch eine Buche nur ein bestimmtes Lebensalter erreiche. Die Besitzer des Naturdenkmals, Anita und Meinhard Köstler, trugen ihre Bedenken vor, dass der größer werdende Riss der Ast bald abbrechen und Schaden anrichten könnte. Die Buche steht auf ihrem Grundstück unmittelbar an einer Forststraße. Der Straße folgt auch ein ausgeschilderter Wanderweg. Regina Kestel stellte klar, dass der Landkreis Tirschenreuth in diesem Fall verkehrssicherungspflichtig ist und für Schäden aufzukommen hat. Was aber, wenn ein herunterfallender Ast einen Menschen verletzt oder gar tötet? "Dann hat er eben Pech gehabt. So ist die Rechtslage" beantwortete Forstdirektor Gerhard Schneider die Frage. Üblacker informierte, dass Naturdenkmäler zweimal jährlich augenscheinlich begutachtet werden müssen.

Einen guten Eindruck

Als Sprecher des Naturschutzbeirates vertrat Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg die Meinung, dass die Buche noch einen guten Eindruck mache und man in Friedenfels noch krankere Bäume gerettet hätte.
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