Restarbeiten drücken Ergebnis

Seit acht Jahren an der Spitze des Sibyllenbad-Managements ist Gerhard Geiger - im Bild auf der Galerie der modernisierten Badehalle. Am Dienstag berichtete der Werkleiter bei der Verbandsversammlung von einem "durchwachsenen" Jahr 2014. Die Perspektiven für 2015 seien aber gut. Bild: Grüner
Lokales
Neualbenreuth
03.03.2015
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Nach eher mäßigen Zahlen im ersten Halbjahr kamen ab Oktober wieder mehr Gäste ins Sibyllenbad. Das war gut für die Statistik. Doch betriebswirtschaftlich wirkte sich der Zuwachs nicht mehr aus.

Dies erklärte Gerhard Geiger bei der Sitzung der Verbandsversammlung am Donnerstag im Kurmittelhaus. "Das haben wir falsch eingeschätzt", erklärte der Leiter des Heilquellen-Kurbetriebs. "Die im Oktober 2012 begonnenen Modernisierungsmaßnahmen im laufenden Betrieb haben sich außerplanmäßig lange hingezogen - zu lange."

Damit meinte Geiger konkret Beeinträchtigungen durch Brandschutz- und Elektroarbeiten (wir berichteten). Dabei waren seit April 2014 sämtliche Bereiche in Medizin, Heilwasserbadelandschaft und Wellness mit orientalischem Badetempel für die Kunden nutzbar.

Wellness brummt

Das erste Kurbad in Bayern mit TÜV-geprüftem Qualitätsmanagementsystem bilanziert 2014 exakt 5,4 Prozent mehr Gäste (261 609) und 7,9 Prozent mehr abgegebene Anwendungen (92 116) gegenüber 2013. Stolz war der Werkleiter auf die erfreuliche Entwicklung des Wellnessbereiches unter dem Leitungsteam Herbert Pufke und Petra Fröhlich. Auch während der Baumaßnahmen habe es dort nur positive Veränderungen bei den Besucherzahlen gegeben, 2014 lag die Steigerung bei 7,3 Prozent.

Betriebswirtschaftlich stellte sich für Sibyllenbad das operative Betriebsergebnis 2014 um 3,1 Prozent schlechter dar als im Vorjahr. Die 1 705 991 Euro entsprechen einem operativen Verlust von 142 166 Euro pro Monat. Erstmals konnte damit seit fünf Jahren auch nicht der Haushaltsplan, der auf einem uneingeschränkt nutzbaren Bad und entsprechender Nachfrage der Kunden basierte, erreicht oder unterschritten werden.

Die Verbandsmitglieder befassten sich auch mit dem Haushalt des Eigenbetriebes und des Zweckverbandes für 2015. Die Vorlagen sind einstimmig gebilligt worden. Bezirkstagspräsident Löffler dankte Leitung und Team des Sibyllenbades für das Engagement in der schwierigen Phase der Modernisierung. Er drückte seine Hoffnung aus, dass nun wieder der alleinige Fokus auf der Betreuung der Kunden liegen werde. Er dankte auch den Stammgästen, die dem Sibyllenbad während der Baumaßnahmen die Treue hielten.

Barrierefrei bis ins Wasser

Der Zweckverband habe mit den Investitionsentscheidungen zur Modernisierung und zu neuen Parkplätzen die richtigen Weichen gestellt. Und mit dem Aufzug könnten Sibyllenbad-Besucher künftig "barrierefrei bis ins Wasser" gelangen. (Im Blickpunkt)
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