Vom Mugl-Wasserfall nach Krk

Stießen auf eine erfolgreiche Ausstellung an, von links, Sibyllenbad-Werksleiter Gerhard Geiger, die Fotografen Walter J. Pilsak und Hans G. Lauth sowie der Neualbenreuther Bürgermeister Klaus Meyer. Bild: Grüner
Lokales
Neualbenreuth
18.06.2015
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Mit ihrer neuesten Präsentation kehren Hans- G. Lauth und Walter J. Pilsak zurück zu den Wurzeln. Haben sie in den vergangenen Jahren hauptsächlich mit ihren abstrakten "Lichtmalereien" Furore gemacht, sind die aktuellen Bilder in der Sibyllenbad-Galerie purer Realismus.

"Wasser und Steine - Naturfotos und Texte zum Nachdenken", lautet der Titel der Ausstellung in der Sibyllenbad-Galerie. 30 Fotografien von Walter J. Pilsak und Hans G. Lauth sind dort bis zum 4. September täglich von 9 bis 20 Uhr zu bewundern.

Charakteristische Motive

Bekannt ist das Fotografen-Duo durch seine "Lichtmalereien". Dabei nutzen sie bewusst die Kameratechnik, um Bilder absichtlich zu "verwackeln". Entstanden sind dabei abstrakte Fotos, die nicht selten das eigentliche Motiv bis zur Unkenntlichkeit geführt haben. Mystische Bilder, die viel Raum für die Fantasie des Betrachters lassen. Nicht so bei den Fotos im Sibyllenbad. Die sind sehr realistisch und befassen sich mit zwei Elementen, die charakteristisch für das Bad und die Gegend sind. Wasser ist dabei die Komponente, die das Sibyllenbad repräsentiert. Steine sind kennzeichnend für die ganze Region, die im Volksmund nicht grundlos "Stoapfalz" genannt. Natürlich ist der Muglbach-Wasserfall, den Walter J. Pilsak in bewährter Weise professionell abgelichtet hat, gerade bei dieser Ausstellung, Pflicht. Hier schlägt der Autor zwei Fliegen mit einer Klappe, beziehungsweise gehen die beiden Titelkomponeten die perfekte Symbiose ein. Am Ende des imposanten Glimmerschieferblocks, der hier den Bach abstürzen lässt, macht dieses imposante Naturschauspiel erst möglich. Doch nicht nur die nähere Region ist in der Ausstellung berücksichtigt. Warum auch? Wasser und Stein sind weltweit von elementarer Bedeutung und fast überall vorhanden. Deshalb hat sich Hans G. Lauth dazu entschlossen, seinen Teil der Präsentation mit Aufnahmen, die auf der kroatischen Insel Krk entstanden, zu bestücken. Lässt der Mensch natürliche Landschaften zu, ändern sich dort Steine und Wasser auf lange Sicht kaum. Anders zu den verschiedenen Jahreszeiten.

Krasse Unterschiede sind dann festzustellen. Und dieses Phänomen haben die beiden Fotografen für ihre Präsentation hervorragend genutzt. Da wird die Wasserpfütze, deren Oberfläche gefroren ist, ganz schnell zum Kunstwerk.

Daneben sind die Bilder mit passenden Texten der beiden Autoren garniert. Für die musikalische Untermalung der Eröffnungsveranstaltung zeichnete neben Dieter Kannenberg, Walter J. Pilsak selbst verantwortlich.

Siebte Ausstellung

Pilsak fotografiert seit 50 Jahren. Das Mitglied der Tirschenreuther Fotofreunde begeistert ebenso die Musik und die Schriftstellerei. Hans G. Lauth ist ebenfalls Mitglied der Fotofreunde Tirschenreuth. Neben der Fotografie liebt er die Literatur, Geschichte und die eigene Schriftstellerei.

Seit 2008 ist das die siebte Ausstellung, die beide als Duo gestalten.
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