Von den Ursprungsplänen bleiben nur Ruinen
Oberpfälzer Traum seit fünf Jahrzehnten

Ein bayerisches Karlsbad sahen die Investoren vor 50 Jahren als Vision. Davon geblieben sind nur mehr Ruinen - hier auf einem Foto aus dem Jahre 1993. Bild: obx-news/Sibyllenbad
Lokales
Neualbenreuth
05.11.2014
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Den Traum von einem bayerischen Karlsbad träumten vor genau 50 Jahren Investoren in einer der hintersten Ecken Bayerns: Vor genau einem halben Jahrhundert begannen die Planungen für das Sibyllenbad im Oberpfälzer Wald. "Von den Ursprungsplänen blieben bis heute nur Ruinen", heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur "obx" zu dem Jahrestag.

Inzwischen entstand "... mit weit über 50 Millionen Euro an Steuergeldern nahe dem alten Sibyllenbad das neue Sibyllenbad."

Nur ein Katzensprung

Heute wäre das Sibyllenbad das einzige Oberpfälzer Bad in Europas berühmtester Heilbäderregion um Marienbad, Karlsbad und Franzensbad. "Von den böhmischen Welt-Bädern ist das Sibyllenbad nur einen Katzensprung entfernt", verweist der Beitrag auf die 4,2 Millionen Besucher seit Eröffnung 1996. Sie alle hofften auf Heilung in der wirkstoffreichsten Radon-Heilquelle Westdeutschlands. "Das Kurzentrum ist heute ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die industriearme Region an der tschechischen Grenze."

Bis zu 2000 Gästebetten

Der ganz große Traum vom Weltbad im Oberpfälzer Wald allerdings habe sich nicht erfüllt. Die großen Hotel-Investoren, von denen man den Bau von bis zu 2000 Gästebetten erhoffte, seien trotz jahrelanger Bemühungen ausgeblieben. Von jährlich 110 000 Übernachtungen profitierten bisher vor allem örtliche Gasthöfe und Privatzimmer-Vermieter.
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