Wegfall der Mehrwertsteuerermäßigung bringt im zweiten Halbjahr Mehrbelastung von 120 000 Euro
Gäste bleiben Sibyllenbad treu

Bürgermeister Klaus Meyer, Bezirksrat Toni Dutz, Werkleiter Gerhard Geiger und Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher (von links) erörterten beim Rundgang durch das Sibyllenbad auch anstehende Probleme. Bild: kro
Lokales
Neualbenreuth
20.01.2015
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Damit sei das Niveau aus dem Jahre 2011 erreicht, dem bisherigen Höchststand. Geiger verwies darauf, dass die seit Oktober 2012 laufenden Baumaßnahmen den operativen Betrieb länger beeinträchtigt hätten als eigentlich geplant. Sicher habe die offizielle Einweihungsfeier zu einem missverständlichen Bild bei den Gästen geführt, entschuldigte er sich bei den Kunden. Er trotz vereinzelter, auch öffentlicher Kritik an den Bauaktivitäten auch ein großes Maß an Verständnis gefunden.

Der Sibyllenbad-Leiter untermauerte dies auch mit Zahlen: 2014 konnten 5,4 Prozent mehr Kunden als 2013 begrüßt werden, zudem stimme die Steigerung der abgegebenen Anwendungen in Medizin und Wellness um 7,9 Prozent doch optimistisch.

19 statt 7 Prozent

Geiger ging auf ein großes Problem ein, mit dem sich zum 1. Juli alle deutschen Kur- und Bäderbetriebe konfrontiert sehen. Kaum beachtet von der Öffentlichkeit, sei im November entschieden worden, dass die bisherige Mehrwertsteuerermäßigung auf Sauna-Eintritte und Wellnessleistungen wegfalle. Statt bisher 7 Prozent müssten künftig 19 Prozent abgeführt werden.

Die Mehrbelastung für das Kurmittelhaus bezifferte der Diplom-Kaufmann alleine für das zweite Halbjahr 2014 auf mehr als 120 000 Euro. Die Verbandsgremien würden in der Frühjahrs-Sitzung entscheiden, wie mit dieser neuen Situation umgangen werde.

Nie langweilig

Die beide Bezirksräte zeigten sich sehr überrascht über die Mehrwertsteuererhöhung und kündigten eine Prüfung an. Lothar Höher zeigte sich begeistert vom Baufortschritt. "Hier wird einem nie langweilig, man erlebt immer etwas Neues". Zudem sei der Parkplatz nun fertig und auch der Hotelneubau gehe zugig voran. Wichtig sei nun eine bessere Verkehrsanbindung. "Was hier im Sibyllenbad vom gesamten Team geleistet wird, ist großartig. Der Bezirk Oberpfalz steht hinter euch." Auch Bezirksrat Toni Dutz fand nur lobende Worte. "Den Badebetrieb während der Baumaßnahme aufrecht zu erhalten, war nicht immer ganz einfach." Sibyllenbad sei ein Leuchtturm in der Region, das als Brücke zum Osten genutzt werde könnte.

Wichtig sei nun, weitere Alleinstellungsmerkmale touristisch zu erzeugen und zu nutzen. Da sei die Vision einer Zahnradbahn zum 939 Meter hohen Tillenberg genau richtig. Bürgermeister Klaus Meyer stellt sich vor, dass dies eine ähnliche "Kultbahn" werden könnte, wie die Zugspitzbahn oder die Bahn zum Arber. In diesem Zusammenhang lobte er die tschechischen Nachbarn, die auf dem touristischen Gebiet, was den Tillenberg anbelange, schon wesentlich weiter seien. Gemeinsam mit ihnen könnte hier ein tolles Naherholungsprojekt entstehen.

Einweihung im Oktober

Positiv sei ferner, dass der Breitbandausbau zügig vorangehe. Eine bessere Handy-Versorgung sei auch mit Blick auf die Sibyllenbad-Gäste enorm wichtig. Beim anschließenden Rundgang durch das Haus kam das Thema auch auf das geplante Vier-Sterne-Hotel. Erfreut zeigten sich die Besucher vom Baufortschritt. Mitte Oktober soll die Einweihung sein.
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