Zauberwort "Fördermittel"

Bürgermeister Klaus Meyer (rechts) informierte in seiner Präsentation im Tillensaal über die Arbeit in den vergangenen Monaten - und berichtete auch von das große Interesse an Neualbenreuth nach der Berichterstattung über die Bohrung in dem versteinerten Vulkan. Bild: enz
Lokales
Neualbenreuth
16.04.2015
2
0

Bei der Bürgerversammlung bekamen die Zuhörer einen Eindruck davon: Durch einen Dschungel von Geld-Töpfen und Anträgen muss sich Bürgermeister Klaus Meyer kämpfen, wenn er in der Gemeinde etwas bewirken will.

Gleich zu Beginn des Treffens am Montag im Tillensaal kam Goldgräberstimmung auf - weniger durch die Mitteilung, dass tatsächlich vergangenes Jahr bei Bohrungen in unmittelbarer Nähe des Ortes Goldvorkommen entdeckt worden waren. Meyer erzählte von dem Hype, den die laufende Vulkan-Bohrung (wir berichteten) und die Berichterstattung darüber in den Medien ausgelöst hat.

Nur sechs Geburten

Doch zunächst ging es beim Vortrag des Bürgermeisters Meyer um die Vorhaben, die nicht beendet worden sind. Genannt wurde das Kultur- und Dokumentationszentrum Fraisch im Sengerhof, wobei es konkret um die Betreuung und um Aufräumarbeiten ging. Noch nichts entschieden haben die Behörden über die Zukunft des Naturdenkmal Nigerlbuche. Die rückläufige Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand am 31. Dezember 2014: 1376) stufte der Bürgermeister als bedenklich ein: Im vergangenen Jahr standen 19 Sterbefällen nur 6 Geburten und 49 Wegzügen nur 41 Zuzüge gegenüber. Einen erfreulichen Aufwärtstrend habe die Steuerkraft an Einkommens-, Grund- und Gewerbesteuer genommen, erklärte Meyer. Auch sei die Pro-Kopf-Verschuldung gesenkt worden. Wichtiger Punkt waren die Einnahmen- und Ausgabenentwicklung sowie das Investitionsprogramm 2015. So soll bis Januar 2016 der Breitbandausbau abgeschlossen sein und flächendeckend in der Gemeinde schnelles Internet zur Verfügung stehen.

Unverformbare Hindernisse

Weitere Vorhaben sind folgende Straßenbaumaßnahmen: Fertigstellung der Straße "Am Bühl", Ausbau der Turmstraße, Erstellung eines digitalen Kanalkatasters in der Turmstraße, ein Fuß- und Radweg zur Platzermühle sowie ein Teilausbau der Straße Wernersreuth-Poxdorf. Insbesondere bei den letzten beiden Vorhaben wären noch zahlreiche Hürden zu überwinden - vom Wasserschutz bis zu kaum verständlichen Richtlinien für Schutzeinrichtungen an Straßen wegen "unverformbarer Hindernisse". Weiterhin unterrichtete der Bürgermeister über den Stand des Hotelneubaus "Pyramide" am Sibyllenbad, die baldige Fertigstellung des Kurparks und des Aufzuges am dortigen Parkplatz sowie des "Bademantelgangs" zum Appartement-Hotel, über Fenster-Probleme beim Kinderhaus Tillenzwerge, die Bauhof-Instandsetzung und die Sanierung des hinteren Einganges zum Friedhof.

Weiterer Punkt war der Ausbau der Infrastruktur für Einheimische und Touristen. Hier nannte das Gemeindeoberhaupt unter anderem die Erschließung des Tillenberges, die Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn sowie mit dem Geopark Bayern-Böhmen. (Info-Kasten/weiterer Bericht)
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.