Asylbewerber ab April in Neualbenreuth
Helferkreis baut auf Erfahrung

Wir haben einen Monat Zeit, dass wir uns vorbereiten.
Politik
Neualbenreuth
11.02.2016
275
0

Die Herausforderung wird zu bewältigen sein. Denn wenn Asylbewerber untergebracht sind in der Gemeinde, dann stehen Ehrenamtliche zur Seite. Bürgermeister Klaus Meyer weiß aber auch: Probleme bleiben nicht aus.

Ab April sollen Flüchtlinge das Kewog-Gebäude an der Stephanskreuzstraße beziehen. Von bis zu 70 Plätzen weiß der Bürgermeister, die in den acht Wohnungen entstehen sollen. Sie werden zurzeit modernisiert. "Wir werden unser Bestes geben", sagt Meyer über die Zeit nach dem 1. April. Dann sind, wie in anderen Orten auch, ehrenamtliche Kräfte gefordert. Nur mit ihnen wird es gelingen, dass die Flüchtlinge sich in der Gemeinde einigermaßen wohlfühlen - so gut es die besondere Situation erlaubt.

Runder Tisch im Tillensaal


In Neualbenreuth gab es ein internes Treffen mit Leuten, die Unterstützung angeboten haben. Mit dabei auch Vertreter von AWO und Caritas. Nun soll ein öffentlicher Runder Tisch folgen - am Dienstag, 23. Februar, ab 19 Uhr im Tillensaal. Daran könnten gerne weitere Interessierte Platz nehmen. Meyer hat spüren dürfen, dass Unterstützung groß ist. "Immer wieder melden sich bei mir Leute, auch junge", berichtet der Bürgermeister über die angebotene Hilfe. "Wir wollen das Rad nicht neu erfinden", erklärt Meyer das Vorgehen, bei dem Erfahrung aus anderen Orten einfließen wird. "Was gut gemacht wurde machen wir auch." Weniger Gutes lasse sich aber auch verbessern. "Die Waldsassener sind mit dabei", freut sich Meyer über die beratende Hilfe von Beatrix Rustler und Sonja Schmid. Beide sind in der Stadtverwaltung mit der Flüchtlingsarbeit betraut. "Wir haben einen Monat Zeit, dass wir uns vorbereiten", sagt Meyer, der sich auf bis zu 50 Helfer verlassen kann. "Das Problem ist: Ich weiß eigentlich gar nichts", sagt Meyer über die Ungewissheit in der Thematik - wie vor einer Prüfungsarbeit, die ähnlich unvorhersehbar wäre. "Ich bin froh, wenn sie endlich da sind", sagt Meyer über die Zuzügler. Die Neualbenreuther könnten sich aber vorbereiten auf die Aufgabe. "Wir packen an was anzupacken ist."

Meyer ist froh über die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft. In Vorgesprächen sei die Flüchtlingsarbeit positiv dargestellt worden. "Aber wir dürfen die Probleme nicht verschweigen." Die Kommunen könnten den Landkreis nicht im Stich lassen. Alle müssten sich solidarisch zeigen - jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Und da, sagt Meyer, wäre seine Gemeinde mit den angebotenen 70 Plätzen zunächst einmal ganz gut dabei.
Wir haben einen Monat Zeit, dass wir uns vorbereiten.Bürgermeister Klaus Meyer über die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer mit den Flüchtlingen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.