Die Rückseite des Kurmittelhauses Sibyllenbad:
Grün, freundlich und einladend

Von einer "Schotterpiste" war in der Sitzung des Zweckverbands über die Fläche an der Südseite des Kurmittelhauses die Rede. Nun soll der Bereich gefälliger gestaltet werden - mit einer Grünanlage, die an den Arkadengang anschließt. Bild: pz
Politik
Neualbenreuth
24.07.2016
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Die Schotterpiste erinnert eher an eine Landebahn. Für kleine Flugzeuge zwar, aber immerhin. Jetzt wird die Rückseite des Kurmittelhauses aufgepeppt: Denn über den Arkadengang kommen immer mehr Besucher ins Haus.

Der Zweckverband Sibyllenbad stellte in der jüngsten Sitzung die Weichen für die Neugestaltung der "unten liegenden Seite unsers Kurmittelhauses", wie Bezirkstagspräsident Franz Löffler in der Sitzung erklärte. Rund 290 000 Euro wird das Maßnahmenpaket kosten. Bei einer Förderung von 68 Prozent bleiben für den Zweckverband rund 90 000 Euro Eigenanteil; der Beschluss fiel einstimmig.

Christiane Koller aus Burglengenfeld informierte über die Einzelheiten. "Der Lack ist ab", sagte die Architektin über die allgemeine Situation, als sie ein Bild von den Ruhebänken zeigte, die wohl dem Aussehen nach schon länger nicht mehr benutzt worden sind. Nach einer Neugestaltung könnten Besucher auch die "Sibylle" entdecken - eine überdimensionale Metall-Skulptur. "Die steht da schon immer. Aber keiner sieht sie."

"Es soll freundlich, es soll einladend, es soll grün sein", beschrieb die Planerin ihren Anspruch, dass sich die Rückseite des Kurmittelhauses von ihrer schönsten Seite präsentieren soll. Sie zeige sich dort im Moment mit einer breit angelegten Hauptzufahrt und einem, wie Löffler zuvor gesagt hatte, "spärlich ausgestalteten gärtnerischen Bereich".

Dazu wird der Streifen entlang des Arkaden-Gangs als Grünzone umgestaltet, durch den ein Weg verläuft - entsprechend der strengen Geometrie des Gebäudes rechteckig versetzt und mit Ausgängen an den Türen des Bademantelgangs. Der Platz vorm südlichen Haupteingang soll als Fläche mit Sitzbänken angelegt werden, etwa für Veranstaltungen oder als Möglichkeit für größere Gruppen zum Verweilen. Der Bereich soll mit Stauden und einigen wenigen Bäumen gestaltet werden, was vor allem Franz Stahl besonders gefiel: Stauden seien von der Pflege und von den Kosten her überschaubar und farblich recht attraktiv, wie der Tirschenreuther Bürgermeister an der in den Unterlagen enthaltenen Pflanzenauswahl sagte. Stahl wünschte sich aber bei der Gestaltung der Feuerwehrzufahrt einen helleren Belag als den jetzt eher dunklen aus Schotter.

Die steht da schon immer. Aber keiner sieht sie.Architektin Christiane Koller über die "Sibylle"


"So kann es dort nicht bleiben""Eigentlich hätte das der Hauptzugang werden sollen", sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler über den unteren Bereich des Kurmittelhauses. Dann aber habe sich alles anders entwickelt, was an sich gar nicht schlecht gewesen sei. Doch die Gestaltung dort war für den Zweckverbands-Vorsitzenden ein "Defizit". Damit habe man bisher aber ganz gut umgehen können. "Das ist in den vergangenen Jahren weitgehend gar nicht wahrgenommen worden." Nun aber, nachdem Gäste aus dem Apartmenthotel und aus dem Pyramide über den Bademantel-Gang ins Kurmittelhaus gelangen, habe sich die Situation verändert. "Wir führen bewusst einen Teil unserer Besucher über diesen Teil herein." Dieser sei damit "Teil unseres Aushängeschilds, sagte Löffler und stellte fest: "So kann es dort nicht bleiben." (pz)
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