Treffen von Helfern und Flüchtlingen
Alle im Deutschunterricht

Politik
Neualbenreuth
18.06.2016
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Die in der Marktgemeinde lebenden Asylbewerber und der große Helferkreis kamen in den Bruder-Claus-Stuben zusammen. Bürgermeister Klaus Meyer würdigte die ehrenamtliche Arbeit. Aber auch die Flüchtlinge nutzten die Gelegenheit zum Dank.

Gekommen waren auch AWO-Geschäftsführerin Angelika Würner und Sabine Schiml, Gemeindereferentin im Dekanat Tirschenreuth. Beide Frauen verfügen über viel Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung. Zunächst ging es um die Probleme mit einer Familie, die wieder in die Heimat zurück will. Die bürokratischen Schritte und die daraus resultierende Ungeduld waren ein Thema, das für alle schwierig ist. Angelika Würner versprach, noch einmal mit der Familie zu reden. Denn sie war nicht der Einladung gefolgt. Wie es hieß, hatte es in der Vergangenheit schon Beschwerden wegen Lärmbelästigung gegeben. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Marktgemeinde ein Urlaubsort ist und bat darum, die üblichen Ruhezeiten einzuhalten.

Man besprach Vorschläge für Unternehmungen. Diese sollten aber von jemandem in die Hand genommen und verwirklicht werden, meinte Meyer. Mit seiner Unterstützung könnten alle rechnen. Sabine Schiml betonte, dass sie gute Erfahrungen damit gemacht hat, wenn Kinder, die gemeinsam die Schule oder den Kindergarten besuchen, sich gegenseitig einladen. In dieser Richtung hat es bereits durch den Helferkreis Kontakte gegeben. Es wurde betont, dass alle am angebotenen Deutschunterricht teilnehmen. Das Oberhaupt der hier lebenden syrischen Familie mit vier Kindern bedankte sich im Namen aller Flüchtlinge für die freundliche Aufnahme in Neualbenreuth. Da sie bereits anerkannte Flüchtlinge sind und demnächst die Gemeinschaftsunterkunft verlassen müssen, wird für sie eine Wohnung gesucht. Sie möchte in der Marktgemeinde bleiben. (Info-Kasten)

Helferkreis sucht noch MitstreiterBei dem Treffen kristallisierte sich heraus, dass der Helferkreis noch Mitstreiter sucht, die Fahrdienste übernehmen können. Weiterhin werden Fahrräder benötigt - sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Die Fahrräder werden aber - so betonte Frau Würner - erst nach der Teilnahme an einer Fahrrad-Verkehrsschulung ausgegeben. Außerdem sucht ein Jugendlicher Inlineskates und ein Skate-Board. Wer eine Wohnung anzubieten hat, einen Fahrdienst übernehmen oder die benötigten Gegenstände spenden möchte, der wende sich an Beate Ott, Telefon 0 96 38/939 18 43. (enz)
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