Unter Dach und Fach
Bayerisch-Böhmische Bäderdreieck-Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Besiegelten die Bayerisch-Böhmische Bäderdreieck-Kooperation: Stehend von links, Sibyllenbad-Werkleiter Gerhard Geiger, Badearzt Dr. Omparkash Raj, Klaus Meyer, Jan Kuchar und Peter Berek. Sitzend von links: Karlheinz Hoyer, Daniela Seifertová und Oliver Weigel. Bilder: Grüner (2)
Politik
Neualbenreuth
21.01.2016
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Alois Zimmermann

Für Bürgermeistre Klaus Meyer war es ein "historischer Moment". Das Bäderdreieck Sibyllenbad, Bad Alexandersbad und Franzensbad arbeitet künftig eng zusammen. Die Kooperation ist aber nicht die einzige Neuheit.

Neualbenreuth. (tr) Den entsprechenden Vertrag unterschrieben neben Klaus Meyer auch der stellvertretende Bürgermeister Jan Kuchar für Franzensbad und Bürgermeister Peter Berek für Bad Alexandersbad.
Außer ihnen setzten die Vertreter der Partnergemeinden ihre Unterschrift unter das zweiseitige Papier. Für Marktredwitz Oberbürgermeister Oliver Weigel, für Waldsassen 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer und für Eger/Cheb die stellvertretende Bürgermeisterin Daniela Seifertová.

Die Zusammenarbeit soll in den Bereichen Kurwesen, Destinationsmanagement, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Freizeitaktivitäten, insbesondere auf den Feldern der Kultur und des Sports basieren. Als großen Vorteil sehen die Partner bessere Fördermöglichkeiten.

Die Beteiligten verpflichteten sich, die jeweiligen Werbe- und Informationsmittel der anderen Partner mit einzusetzen und auf den eigenen Internetseiten zu verlinken. Im Bereich Kulturaustausch sind gemeinsame regionaltypische Veranstaltungen geplant, insbesondere im Kur- und Bäderwesen.

20. Geburtstag


Der Neualbenreuther Bürgermeister freute sich, dass die Unterzeichnung gerade jetzt zum 20. Geburtstag des Kurmittelhauses unter Dach und Fach sei, auch wenn der eigentliche Termin erst am 26. Januar ist. "Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Mitte und Herz Europas", sagte er. Grenzüberschreitend pflege Neualbenreuth sehr gute Kontakte auf verschiedensten Ebenen. "Ich bin dankbar dafür, in einer Zeit leben zu dürfen, wo unsere Völker wieder zusammenwachsen."

Das erste gemeinsame Projekt ist in der Theorie bereits ausgereift. Federführend sind dabei die Vertreter der böhmischen Seite. Die Franzensbader wollen eine Radwege-Verbindung zwischen den Orten der Kooperationspartner schaffen. Nachdem immer mehr E-Bikes unterwegs wären, sollen in den Partnerstädten auch entsprechende Ladestationen eingerichtet werden. Damit wollten die Drei-Bäder-Städte auch unterstreichen, dass bei ihren Projekten Ökologie und Naturschutz mit im Vordergrund stünden, so stellvertretender Bürgermeister Jan Kuchar.

Ein wirklich großer Schritt


Der Bad Alexandersbader Bürgermeister Peter Berek freute sich, dass mit dem Kooperationsvertrag gleich zwei Grenzen überwunden worden sind, die nach Tschechien und die in die Oberpfalz. Für das kleinste Heilbad Bayerns sei das ein wirklich großer Schritt, könne man jetzt die Stärken des jeweils einzelnen gemeinsam hinaustragen. Berek sieht für die Zukunft, "einen bunten Strauß" an gemeinsamen Projekten.

Als wichtiger Partner ist die Euregio Egrensis ebenfalls mit im Boot. Deren Geschäftsführer Harald Ehm sagte auch für die Zukunft die weitere Begleitung und Unterstützung, zum Beispiel bei Förderungen, zu. Seit 23 Jahren wirke die Einrichtung grenzüberschreitend und habe dabei schon mehrere Kooperationen positiv begleiten können.

Sibyllenbad-Hotel "Pyramide"Nachdem sich alle Ehrengäste ins Goldene Buch der Gemeinde eingetragen hatten, geleitete sie Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger durch den Bademantelgang ins Sibyllenbad-Hotel "Pyramide, das vor drei Wochen seinen Betrieb aufgenommen hat. In der mondänen Eingangshalle erwartete Investor Alois Zimmermann die Gäste zu einem kleinen Stehempfang. Der Investor zeigte sich bestens gelaunt und erzählte, dass er sich noch gut daran erinnere, wie seinerzeit der Oberpfälzer Regierungspräsident inkognito in seinem Hotel in Bad Windsheim aufgetaucht sei und die Angestellten ausgefragt habe, "wie ich denn so als Chef sei." Offensichtlich hätten ihm die Aussagen seiner Mannschaft dazu gefallen, denn später sei er vorstellig geworden und sagte: "So etwas wie hier, bräuchten wir auch in Neualbenreuth. Ich war damals 70 Jahre alt und war mir sicher: Ich mache gar nichts mehr. Irgendwie habe ich mich dann doch breitschlagen lassen. Anfangs war ja, wie Sie ja alle wissen, alles nicht ganz so einfach. Aber jetzt ist es schöner geworden als ich letztendlich gedacht habe." (tr)
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