Urlaubsregion Stiftland
Für Körper, Geist und Seele

Prof. Hermann Brenner (stehend) Dr. und Robert Leiner (rechts daneben) legten dem Marktgemeinderat erste Entwicklungskonzepte für die Städtebauförderung vor. Bild: enz
Politik
Neualbenreuth
20.07.2016
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Gesundheit und Spiritualität: Damit soll das Stiftland im Tourismus punkten. Die Mitglieder des Marktrats hörten in der jüngsten Sitzung Einzelheiten, wie das konkret funktioniert.

Dr. Robert Leiner von der iq-Projektgesellschaft in München und der Landschaftsarchitekt Prof. Hermann Brenner aus Landshut schilderten im Rathaussaal ihre Gedanken für ein Entwicklungskonzept im Stiftland und speziell für Neualbenreuth (wir berichteten). Die Weiterentwicklung des Fremdenverkehrs und Kurfremdenverkehrs sollte vorangetrieben werden, hieß es. Ein wichtiger Punkt dabei: Die barrierefreie Gestaltung von Tourismus und Freizeit. Die überregionale Vermarktung der touristischen Angebote sei zu verbessern; erster Schritt sei dabei die Zusammenarbeit mit den böhmischen und oberfränkischen Badeorten. Das Ortsbild sollte weiter verbessert werden. Mit besserer Infrastruktur und Vermarktung ließen sich das Alleinstellungsmerkmal des Orts besser herausarbeiten. Der Wandel in der Tourismusbranche sollte erkannt, wichtige Veränderungen und Trends zügig gewinnbringend umgesetzt werden.

Der Kurort der Zukunft ist nach Darstellung von Dr. Leiner ein gesunder Urlaubs- und Aufenthaltsort für Gäste und Einheimische. Die Themen- und Destinations-Entwicklung für das Stiftland sieht der Experte in Gesundheit und Spiritualität: "Gesundheit für Körper, Geist und Seele". Im spirituellen Tourismus könnten Kraftorte mehr herausgestellt werden. Auch Geo-Tourismus und Tillenberg sollten einbezogen, die unverbaute Landschaft hervorgehoben werden. Der Kurpark sollte ein Erholungs-, Kommunikations- und Erlebnisraum für alle Generationen sein. Auch ein "Haus des Gastes" könnte ein Ort für Kommunikation und Information werden, wobei der Begriff "öffentliches Wohnzimmer" fiel. Die gesamte Entwicklung unter einem Thema zu vereinigen müsse des Ziel sein.

Prof. Brenner sah die Analyse als Voraussetzung für den Erhalt von Finanzmittel aus der Städtebauförderung. Der Sprecher unterstrich das viele Grün und die Biotope im Ort und stellte seine Vorschläge zur Entwicklung des Außenraumes erst einmal zur Diskussion. Dazu gehören: Verbesserung des Umfeldes von Feuerwehrhaus und Bauhof, eine Entscheidung über Raiffeisen-Halle und die Silos sowie eine Neugestaltung des Umfeldes vom Weiher, der zu einem Natur-Badeteich ausgebaut werden könnte. Daneben ließen sich neue Wegverbindungen herstellen. Außerdem schlug er die Neugestaltung des Tillensaal-Umfeldes vor und unterstrich die Bedeutung von Barrierefreiheit dort. Dann kam er auf die drei derzeit leerstehenden Häuser am Marktplatz zu sprechen. Mit der Städtebauförderung könnten die Häuser renoviert und genutzt werden.

Auf die Finanzen schauen


Bürgermeister Klaus Meyer verwies auf die Vermittlung zwischen den Interessen der Besitzer und Investoren und dem Denkmalschutz: Diese Häuser stünden unter Ensembleschutz. "Es ist wichtig, dass wir unsere Zukunft anpacken. Dazu gehört, dass wir die Grundlagen schaffen, in die Städtebauförderung zu kommen." Er mahnte aber auch, die Dinge realistisch anzugehen und immer auf die Finanzen zu schauen: Bei allen Vorhaben sei eine Co-Finanzierung notwendig. (Weitere Berichte)
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