Veganes frisch auf den Tisch

Ursula Stingl (Zweite von links), Leiterin der Gäste-Information, legte in der Marktratssitzung den Jahresbericht 2015 vor. Mit im Bild (von links) zweiter Bürgermeister Christian Hebert, erster Bürgermeister Klaus Meyer und dritter Bürgermeister Christian Maischl. Bild: enz
Politik
Neualbenreuth
29.02.2016
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"Bad Neualbenreuth" soll bald auf den Ortstafeln stehen. Da freut es Bürgermeister Klaus Meyer, dass die Übernachtungszahlen steigen. Die Gäste sollen sich wohlfühlen. Das verlangt vollen Einsatz. Was zu tun ist, hörten die Markträte in der jüngsten Sitzung.

Die Gästeankünfte stiegen 2015 von 19 932 um 3,5 Prozent auf 20 637, die Übernachtungszahlen von 81 209 um 2,5 Prozent auf 83 224 gegenüber dem Vorjahr, erläuterte Ursula Stingl. Die Leiterin der Gäste-Information fuhr fort: "Die Bettenzahl hat sich durch die Neueröffnung des Hotels Pyramide im Dezember 2015 auf 920 erhöht." Auf der neuen Homepage der Marktgemeinde hätten sich seit September bereits rund 24 000 Besucher informiert. Im vergangenen Jahr erschienen acht Ausgaben des Infoblattes "Mein Neualbenreuth/Sibyllenbad" mit vielen Informationen zu Veranstaltungen (auch aus der Region) und zu Gaststätten. Stingl verwies auch auf das Kochbuch "Broislboard, Buchtala und Böihmische Kniadla", von dem bisher über 500 Exemplare verkauft worden seien.

Ortsführungen


In der Gäste-Information seien verschiedene Info-Flyer sowie Blätter zu allen Wanderrouten erstellt worden. "Auch gibt es neue Postkarten, Magnete und Stocknägel mit Motiven aus Neualbenreuth." Die Leiterin der Gäste-Information berichtete weiter: "Die regelmäßig durch Meinhard Köstler montags durchgeführten Ortsführungen nutzten bisher über 200 Teilnehmer. Auch die geführten Wanderungen donnerstags sind nach wie vor gut nachgefragt." Stingl erinnerte an die Einweihung des Gedankentalpfades, einen Obstbaumschnittkurs im Kurpark sowie Treffen zur zukünftigen Zusammenarbeit im Bayerisch-Böhmischen Bäderdreieck (Bad Alexandersbad, Neualbenreuth, Franzensbad). Das Einstellen einer Mitarbeiterin in der Gäste-Information ab 1. Juni 2015 habe eine Erweiterung der Öffnungszeiten ermöglicht.

Kunsthandwerkermarkt


Im Sengerhof organisierte die Gäste-Information Konzerte und eine Lesung. Gemeinsam mit dem Fremdenverkehrsverein wurden das Kartoffelfest und der weihnachtliche Kunsthandwerkermarkt ein großer Erfolg, so Stingl weiter. "Auch das Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche und die Laternenwanderung wurden sehr gut angenommen." Die bereits seit 2008 bestehende TÜV-Zertifizierung des Qualitätsmanagements in Sibyllenbad und Gäste-Information werde in Zukunft noch wichtiger und sei Grundvoraussetzung, um das Prädikat "Bad Neualbenreuth" zu erreichen. Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr werde die Zusammenarbeit mit den Wirten hinsichtlich gesunder und veganer Küche.

Bürgermeister Klaus Meyer dankte Ursula Stingl und wies darauf hin, dass das Sibyllenbad beim Eintritt bei einer Gästekarte zehn Prozent Nachlass gewähre. Deshalb bat er eindringlich darum, dass die Vermieter die Meldungen korrekt vornehmen, um den Gästen diesen Vorteil zu ermöglichen. Vorgesehen seien in der Marktgemeinde eine E-Bike-Ladestation und kostenfreie WLAN-Hotspots auf dem Marktplatz und im Sibyllenbad. Dazu gebe es eine Initiative des Heimatministeriums.

Erst Baugrund untersuchenThema in der Sitzung des Marktgemeinderates war auch der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen der Kreisstraße TIR 25 und der Staatsstraße 2174 bei der Kleinen Kappl. Obwohl er dringend erforderlich sei, wurde von einigen Mitgliedern des Marktgemeinderates vorgeschlagen, diese Maßnahme erst einmal zurückzustellen bis die Turmstraße fertig ausgebaut und die Kosten bekannt seien. Da aber Fördermittel jetzt zu beantragen sind, fassten die Räte den Beschluss, dass erst einmal Angebote für die Untersuchung des Baugrundes eingeholt werden.

Der Bayerische Landtag hat eine neue Straßenausbaubeitragssatzung beschlossen, bei der die Gemeinden die Möglichkeit haben, statt einmaliger Zahlungen wiederkehrende Beiträge auf alle Grundstücksbesitzer umzulegen. Deshalb befasste sich der Marktgemeinderat auch mit dieser Problematik. Um alle Grundstücksbesitzer gleich zu stellen, wurde diese Möglichkeit aber abgelehnt. (enz)
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