Allerheiligenfest
Die Zeugin der Auferstehung

Die Allerheiligenkirche im Pfaffenreuther Wald war am Sonntag voll besetzt, Worte und Gesänge wurden auch nach außen übertragen. Bild: fsc
Vermischtes
Neualbenreuth
02.08.2016
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Gewitter und Starkregen am frühen Sonntagmorgen verhießen nichts Gutes. Die Pilger aus Leonberg hatten deshalb auf ihren Fußmarsch zur Allerheiligenkirche verzichtet. Aber sie waren da - wie viele andere auch, als die beiden Glocken zur Messe riefen.

Wernersreuth. Zum "Pfarrfest" der Wernersreuther Filialkirche im nahen Pfaffenreuther Wald waren sehr viele Gäste gekommen. Der überaus zahlreiche Besuch freute BGR Pater Hans Junker. Die Messe zum Patrozinium sei auch den früheren Bediensteten des Forstamtes Waldsassen gewidmet, so Pater Junker. Dabei schien er etwas traurig zu sein, als er mehr nebenbei erwähnte, dass dies sein letzter Gottesdienst als Ortspfarrer zum Magdalenenfest sein würde.

Das "Neualbenreuther Zwio" - Monika Kunz und Franz Danhauser - gestaltete die heilige Messe mit Liedern aus der "Stoawold-Mess" von Wolfgang Kraus. Wie geschaffen für den Anlass und den Ort prägten die wunderbar vorgetragenen bodenständigen und einfühlsamen Gesänge diesen Gottesdienst.

Nach der Lesung, gelesen von Elisabeth Stingl und dem Johannes-Evangelium zum Magdalenentag ging Pater Junker einmal mehr auf das Leben der Heiligen ein. Maria Magdalena sei neben der Gottesmutter eine der ganz wenigen Frauen die mit Namen bekannt sei. Viele Frauengestalten tauchten auf, aber meist blieben sie anonym. Die Bedeutung dieser Frau im Umfeld Jesu zeige sich auch darin, dass auch von der Ostkirche, den orthodoxen Christen und der anglikanischen Kirche verehrt würde.

Die Freundin Jesu


Maria Magdalena sei als Zeugin der Auferstehung Christi zur bekanntesten Jüngerin Jesu geworden, man möchte heute sogar sagen: Sie war die "Freundin" von Jesus. Neben den Aposteln Petrus und Johannes zählte Maria Magdalena zum sogenannten "12er-Kreis". Sie folgte ihm aber bis zum Ende, bis zum Tod am Kreuz, während viele Jünger die Flucht ergriffen. "Die Jünger sind gegangen, Magdalena aber blieb!"

Zum Schluss der beeindruckenden Messfeier ermunterte Pater Junker die Gläubigen "nicht in Frieden hinzugehen", sondern noch dazubleiben, für das "weltliche Treiben" rund um das Kirchlein. Dazu erbat der Geistliche auch "dass es trocken bleiben möge - wenigstens bis 18 Uhr". Ein Wunsch, der ihm nicht erfüllt wurde, denn der Himmel blieb nicht so lange trocken.
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