Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in Neualbenreuth und Ottengrün
Ein großer Tag für die Pfarrei

Beim Pontifikalamt im "Dom der Fraisch" bezeichnete Bischof Rudolf in der Predigt die Kirche als Ort der Begegnung mit dem barmherzigen Herrn. Bild: enz
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Neualbenreuth
15.03.2016
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Beim Empfang im Tillensaal standen die Begegnung und das Gespräch mit den Pfarrangehörigen im Mittelpunkt. Bild: enz

Bischof Rudolf begrüßte persönlich jeden Wartenden: Von Beginn an stand das Begegnen und Kennenlernen im Mittelpunkt des Pastoralbesuchs in der Gemeinde.

Es war ein großer Tag für die Pfarrei Neualbenreuth und die Expositur Ottengrün: Am Pfarrhof hatten sich Pfarrer George Parankimalil, Bürgermeister Klaus Meyer, Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltungen von Neualbenreuth und Ottengrün, die Kommunionkinder, Firmlinge und Ministranten für den Empfang versammelt.

Dann der Kirchenzug mit der Blaskapelle Ernestgrün an der Spitze. Ihr folgten die Kommunionkinder und Firmlinge, der Pfarrgemeinderat, die kirchlichen Vereine, der Marktgemeinderat und die weltlichen Vereine. Ganz zum Schluss schlossen sich Ministranten, der Bischof, der Ortspfarrer sowie Heimatpfarrer Georg Frank dem Zug an, der zum "Dom der Fraisch" führte, der Pfarrkirche St. Laurentius.



Die Pontifikalmesse gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Alois Fischer. Gleich wie daheim fühle er sich hier, sagte Bischof Dr. Voderholzer in der Begrüßung: Seine Mutter stammt aus dem Egerland, und die hier gesprochene Sprache sei ihm deshalb sehr vertraut. In seiner Predigt schlug er einen Bogen von dem Deckengemälde der St. Laurentiuskirche mit Maria und den vier Evangelisten zum Johannesevangelium. Hier wird erwähnt, dass Jesus auf die Erde schreibt. "Jesus schreibt mit seinem göttlichen Finger das Gesetz der Barmherzigkeit."

Auf der Basis der Vergebung dürften die Menschen einen neuen Anfang wagen, weil Jesus alle Sünden auf sich nimmt. Die Kirche sei der Ort der Begegnung mit dem barmherzigen Herrn. Eltern und Großeltern seien die ersten Verkünder des Glaubens, dessen Fackel sie weitergeben. Bischof Rudolf Voderholzer zeigte sich erfreut, dass Neualbenreuth so viele geistliche Berufungen hervorgebracht hat.

Nach dem Pontifikalgottesdienst führte der Kirchenzug zum Tillensaal der Bruder-Claus-Stuben. Dort sang der Kirchenchor zu Beginn des Stehempfangs zwei Lieder. Pfarrgemeinderatssprecher Wolfgang Plonner begrüßte den Gast noch einmal offiziell. Bürgermeister Meyer stellte kurz die Marktgemeinde vor, unterstrich den hohen Stellenwert von Traditionen und Brauchtum.

Der "Dom der Fraisch" sei "geistige Tankstelle" - auch für die Gäste. Dann trug sich der Gast in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Das Motto des Pastoralbesuchs "Begegnen - Kennenlernen - Zuhören" wurde zu einem Ereignis für alle Pfarrangehörigen. Bischof Rudolf ging von Gruppe zu Gruppe, fragte, antwortete, interessierte sich für jeden und alles, insbesondere auch für die Vereine. Geduldig und freundlich erfüllte er Wünsche nach gemeinsamen Fotos oder einer persönlichen Widmung. Er war den Gläubigen nah und bestärkte sie in einer Weise, die nur durch diese persönliche Zuwendung erreichbar ist. Nach dem Mittagessen mit Mitgliedern der Kirchenverwaltungen und des Pfarrgemeinderates von Neualbenreuth und der Expositur Ottengrün folgte eine Andacht in der Wallfahrtskirche Kleine Kappl "St. Sebastian". Diese war ganz den Kindern gewidmet. Pfarradministrator George Parankimalil dankte dem Bischof für sein Kommen und den schönen, arbeitsreichen Tag. In der Andacht nahm Bischof Rudolf Bezug auf ein Bild in dieser Wallfahrtskirche, das die Heilige Anna mit Maria zeigt. So beginnt Verkündigung in der Familie. Die Kindergartenkinder und die Schüler der Grundschule Neualbenreuth musizierten in der Andacht hingebungsvoll und trugen ihre Fürbitten vor. Bischof Rudolf rief die Namen von sechs Kindern auf, die erstaunt zu ihm kamen. Damit wollte er zeigen wie sich "... ich habe dich bei deinem Namen gerufen" anfühlt. Gott kennt jeden Namen und er schaut auf jeden. Danach segnete der Bischof alle Kinder einzeln.

Zum Schluss ließ sich der Gast von Kirchenpfleger Hans Maischl so manche Besonderheit der Wallfahrtskirche zeigen und erläutern. Auf die Frage, was bei dem Pastoralbesuch besondere Eindrücke hinterließ, antwortete Bischof Rudolf: "Die zwei wunderbaren, beeindruckenden Kirchen und die Kinder in ihrer gläubigen Inbrunst und Disziplin."
Die zwei wunderbaren, beeindruckenden Kirchen und die Kinder in ihrer gläubigen Inbrunst und Disziplin.Bischof Rudolf auf die Frage nach den stärksten Eindrücken während des Besuchs
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