"Böhmischer Grantlhuber" in Neualbenreuth
Spaß an der Musik

Die Blaskapelle Ernestgrün eröffnete den Nachmittag - passend zum Motto mit dem gleichnamigen Marsch. Bild: enz
Vermischtes
Neualbenreuth
13.10.2016
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"Der böhmische Grantlhuber" lockte viele begeisterte Zuhörer in den Tillensaal. Sogar der Komponist Thomas Zsivkovits aus dem Burgenland sowie Gäste aus dem 600 Kilometer entfernten Schwabenländle waren angereist.

Klaus Rustler, musikalischer Leiter der Blaskapelle Ernestgrün, freute sich über den gut gefüllten Saal und beim TSV Neualbenreuth. Er hatte die Bewirtung übernommen. Die Ernestgrüner eröffneten den Reigen gleich mit einer böhmischen Runde: Dem "Böhmischen Grantlhuber" und "Mondschein überm Schlossberg". Die weitere Moderation übernahm dann Josef Frank , der auf die enge Verbindung der Region mit dem Egerland verwies. Dann folgten mährische und böhmische Musikstücke im Wechsel.

Grüße nach Holland


Als Reverenz an den anwesenden Komponisten kam seine Komposition "Grüße nach Holland" zur Aufführung. Die Ernestgrüner Blaskapelle durfte bei ihrem Saison-Abschlusskonzert natürlich nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen. Dann kamen "Tanja und ihre Blaskapelle Eudaimonia" frisch und unkonventionell auf die Bühne. Ihren Namen "Eudaimonia", was soviel bedeutet wie "Glückseligkeit", verstand die Gruppe als Programm: Die jungen Musiker - der jüngste 20 und der älteste 45 Jahre alt - spielen erst seit vergangenem Sommer zusammen und zeigten, dass sie sich nicht nur auf böhmisch-mährische Blasmusik verstehen.

Mit dem Lied "Somewhere" aus der West-Side-Story von Leonard Bernstein berührte die als Trompeten-Solistin agierende Tanja Dusel die Herzen. Dann ging es flott und mit Schwung in das Land der Magyaren: Beim Csardas durften die Klarinetten brillieren. Nach einem Posaunensolo von Tim Förster kehrten die Musiker wieder zurück in ihren angestammten böhmisch-mährischen Bereich. Die Gastgeber ehrten sie mit ihrer Interpretation des "Grantlhuber", und auch dem anwesenden Komponisten Zsivkovits erwies man die Ehre. Es war ein erfrischender, Freude verbreitender Auftritt.

Klein aber fein


Zum Schluss der Veranstaltung stellte Klarus Blech Stücke aus der neuen CD "Musikus" vor. Die Gruppe - "klein aber fein" - begann mit dem Stück "Musik verbindet" - das nicht nur bei dieser Veranstaltung Motto war. Die Musiker in der Besetzung Mathias Achatz, Matthias Kerscher, Lukas Bruckmeyer, Klaus Rustler, Werner Schreml, Markus Ringer, Jonas Stadlbauer und Martin Stanglmeyer zeigten wieder einmal, was in ihnen steckt. Nicht nur, dass sie Spaß an der Musik haben, sie machen Musik auch mit Spaß. So lernten die Zuschauer: "Wer kräftigt applaudiert lebt länger!"

Astronautenmarsch


Neben eher getragenen Stücken wie dem Daniel Dufek gewidmeten Stück "Unvergessliche Stunden" kamen auch flotte Stücke wie die Schweizer Polka zur Aufführung. Zum Abschluss konnten die Zuhörer noch den Astronautenmarsch von Ernst Mosch hören. Doch ohne Zugaben ging es auch hier nicht - da waren sich die Besucher einig.
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