Dem Beispiel Marias folgen

Pater Gregorius und Dolmetscherin Jaroslava Peterikova sprachen bei der Kräuterweihe in der "Kirche ohne Dach" in Maiersgrün zu den Gläubigen. Bild: fsc
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Neualbenreuth
17.08.2016
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Die Mikroregion Marienbad "Marianskolazensko" und die Grenzgemeinden Mähring und Neualbenreuth bemühen sich im Rahmen ihrer grenzüberschreitenden Kooperation sehr um die Kirchenruine in Vysoka (Maiersgrün). Jetzt fand erstmals eine Kräuterweihe statt.

/Maiersgrün. In der "Kirche ohne Dach" nimmt die Zahl der Veranstaltungen stetig zu. Herausragend ist seit längerem der Gottesdienst zum Heimattreffen der Maiersgrüner und Grafengrüner, der nach der Pionierleistung der ehemaligen Bewohner nun auch in das Projektprogramm eingebunden ist. Immer mehr Zuspruch findet die Weinsegnung am Johannistag (27. Dezember) und auch die "Motorradsegnung" im Frühjahr.

Geistlich betreut werden diese Feiern von der römisch-katholischen Kirchengemeinde Marienbad und deren Pfarrer, Pater Gregorius Urban. Er sprach jetzt auch bei der Kräuterweihe zu den Gläubigen. "Kräuter heilen und lindern den Schmerz, der Mensch - der Apotheker - bereitet für seinen Nächsten ein Heilmittel vor, erfüllt also seine Berufung der Behütung und Rettung des Lebens", so der Pater.

Das Treffen zur Kräuterweihe erinnere an zwei Dinge: Erstens, dass der Mensch nicht Mittelpunkt des Universums sei, sondern nur die ihm anvertrauten Schätze dieser Erde verwalte; und zweitens, dass "wir wie die Kräuter" aufgefordert seien, zur Sonne und in Dankbarkeit zum Schöpfer zu schauen. Die Kräuterweihe sei bereits mehrere Jahrhunderte mit der Feier der Mutter Gottes, der Jungfrau Maria verbunden, führte Pater Gregorius weiter aus. "Denn dieses unbefangene Mädchen aus Nazareth hatte viele Wohltaten in seinem Leben und in der Geschichte seines Volkes wahrgenommen." Maria habe deshalb auch auf die Aufforderung Gottes geantwortet: "Es geschehe mir nach Deinem Worte."

Pflanze der Liebe


Seine Ansprache beendete der Priester mit den Worten: "Durch die Weihe der Kräuter und der wunderschönen Blüten möchten wir eigentlich dem Beispiel der Jungfrau Maria folgen, eine duftende Pflanze der dienstlichen Liebe zu werden, die Genesung des menschlichen Herzens und der zwischenmenschlichen Beziehungen bringt. Werden wir also die Kräuter der Liebe Gottes, damit auf dieser Welt der Frieden und die Freude eintreten können."

Die Kräuterweihe soll nach dem Willen der Veranstalter künftig auch zu einer festen Einrichtung in der Kirche ohne Dach werden. Darum bemühen sich die Gemeinde Stara Voda (Altwasser) mit ihrer Bürgermeisterin Eva Prochazkova und die "Managerin" der Mikroregion, Jaroslava Peterikova. Sie hatten mit vielen Helfern die Kirchenruine für den Anlass ansprechend hergerichtet. So gab es eine Ausstellung zum Thema "Was ist Kräuterweihe?", Kostproben verschiedener Kräutertees, Ideen für Handarbeiten sowie Kräuter-Malblätter für Kinder.

Nach den gemeinsamen Gebeten und der Weihe der Kräuter verblieben die Gäste - unter ihnen auch eine Abordnung des Frauenbundes Mähring - noch lange an diesem besonderen Ort, nutzten die Informationsgelegenheiten und besonders den Austausch untereinander.
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