Fehlende Hygiene und schlechter Service im Sibyllenbad: Gerhard Geiger verärgert
Keine Smartphones im Nackt-Bereich

Bild: Grüner
Vermischtes
Neualbenreuth
13.01.2016
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"Die Dampfkuppel ohne Dampf": Für Gerhard Geiger sind die Bilder definitiv außerhalb der Betriebszeiten aufgenommen worden und deshalb besonders ärgerlich. Gäste, die nach ihren Angaben seit vielen Jahren und regelmäßig mehrmals im Jahr "jeweils eine Woche" das Kurmittelhaus besuchen, kritisieren in einer breit gestreuten E-Mail Hygiene und Service im Sibyllenbad.

"Wenn die so regelmäßig kommen, dann kann es so schlimm nicht sein bei uns", kommentiert der Sibyllenbad-Werkleiter die Vorwürfe. Denn die Bewertungen anderer Besucher mit Schulnoten im Hinblick auf Hygiene und Sauberkeit zeigten ein völlig anderes Bild: "85 Prozent geben die Noten 1 und 2." Geiger sieht in der Rundmail "an alle Freunde des Neualbenreuther Sibyllenbads" eher eine Aktion gegen seine Person. Denn er, bzw. die Werkleitung hätten den Rundbrief nicht erhalten. Entgegen der Aussagen in der Mail habe der Kunde jeweils "ausführliche Aussagen" der Werkleitung auf seine inzwischen wiederholten Beschwerden erhalten, sagt Geiger.

Keine Gefahr


"Das Gesundheitsamt war schon da", erklärt der Sibyllenbad-Werkleiter über die mit Fotos garnierten "Hygiene-Highlights" - darunter eben in der Dampfbad-Kuppel neben den Bewegungsbecken. Eine akute Gefährdung für die Besucher gebe es laut Behörde nicht, erklärt Geiger auf NT-Anfrage: Es sei den Experten zufolge völlig ausreichend, wenn die Schäden bei der nächsten Jahresinspektion behoben werden.

Weitere beanstandete Hygienemängel stammen laut Geiger aus dem nicht sanierten Bereich des Bades. Dies will der Werkleiter nicht beschönigen. Denn es sei immer deutlich darauf hingewiesen worden, dass die Modernisierungsmaßnahmen keine Generalsanierung des gut 20 Jahre alten Bades gewesen seien. "Wir kommen doch nicht auf der Brennsuppe daher geschwommen", sagt Geiger zu den Vorwürfen, wonach es im Kurmittelhaus kein WLAN gibt, und die unzufriedenen Gäste der Werkleitung raten, im benachbarten Kurhotel Pyramide zu erkundigen, "... wie das geht."

"Wir haben uns da schon Gedanken darüber gemacht." Die Einrichtung von WLAN sei eigentlich 2016 geplant gewesen; Geiger will nun aber sehen, ob nicht im Zuge geplanter staatlicher Initiativen Fördermittel abgeschöpft werden könnten. Wenn überhaupt, dann wäre WLAN laut Geiger nur im Eingangsbereich des Kurmittelhauses verfügbar, keinesfalls aber im gesamten Sibyllenbad. "Ich will keine Handys im Nackt-Bereich haben", erklärt Geiger unmissverständlich und lässt durchblicken, dass Smartphones ja bei weitem nicht nur zum Telefonieren taugen. Der Werkleiter weiß von Bädern, die Schließfächer mit Steckdosen anbieten, an denen die Telefone während des Aufenthalts geladen werden können.

Internet-PC schaltet ab


Moniert hatte der Gast auch, dass der Internet-PC am Info-Punkt um 19 Uhr abgeschaltet wird - aus "Sicherheitsgründen", wie es auf einem Schild mit der Bitte um Verständnis heißt. "Wir haben erkannt, dass sich einige Herren angesprochen fühlen und sich dorthin zurückziehen", begründet Geiger die Maßnahme mit der abendlichen Nutzung des Rechners über das übliche Maß hinaus.
2 Kommentare
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Tho mas aus Weiden in der Oberpfalz | 14.01.2016 | 11:56  
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Richard Huber aus Regensburg | 15.01.2016 | 17:35  
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