Geordnete "Feuerwehr-Welt"

Vermischtes
Neualbenreuth
02.03.2016
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Kommandant Klaus Frank sprach von einem ruhigen Jahr. Nur einen Einsatz gab es - einen Feldbrand. Beim Löschen hätten sich die mit Wasser gefüllten Güllefässer der Landwirte bewährt.

Wernersreuth. "Ihr seid eine kleine aber feine Wehr" sagte der heutige Kreisbrandmeister Wolfgang Fischer zu den Mitgliedern seiner "Heimatfeuerwehr". Dort habe er, Fischer, das "Feuerwehrhandwerk" gelernt. Nun dürfe er die Grüße und Glückwünsche der Feuerwehrführungsdienstgrade des Landkreises überbringen.

Begonnen hatte die sehr gut besuchte Jahresversammlung im Vereinslokal Eckstein. Vorausgegangen war ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche, zelebriert von "Feuerwehrpfarrer" Pater Hans Junker, wie Vorsitzender Walter Brucker sagte. Die Wehr zähle derzeit 125 Mitglieder - 15 davon sind Ehrenmitglieder. Die Feuerwehr habe 27 Aktive, darunter eine Frau, acht Feuerwehranwärter, darunter drei weibliche, der Marktgemeinde Neualbenreuth gemeldet, ergänzte Kommandant später in seinem Bericht.

Seilziehen in Waldsassen


Aus dem Vereinsleben seien das alljährliche Treffen der vier Feuerwehrführungen mit Bürgermeister Klaus Meyer zu nennen, eine fruchtbringende Einrichtung, die Meyer nahtlos von Altbürgermeister Albert Köstler übernommen habe. Die Teilnahme am 34. Starkbierfest mit Seilziehen in Waldsassen, das Maibaum-Aufstellen, die Absicherung der Bayern-Rundfahrt und die Präsenz bei allen kirchlichen und weltlichen Ereignissen im Pfarrdorf und in der Marktgemeinde waren der Erwähnung wert.

Die Pflege der Kameradschaft mit anderen Wehren zeigte sich in der Teilnahme am 140. Gründungsjubiläum in Wondreb, beim Fest zum 125-jährigen Bestehen der Wehr Hohenthan, beim 135. Jubiläum mit Fahrzeugsegnung in Königshütte und beim 140. Gründungsfest in Neualbenreuth.

Beim "Staatlichen Ehrungsabend" für die vier Feuerwehren der Gemeinde im Vereinslokal waren auch sieben Wernersreuther bedacht worden - drei mit dem Silber-Ehrenkreuz für 25 Jahre aktive Dienstzeit und vier Kameraden mit "Gold" für 40-jährige Dienstzeit (wir berichteten).

Kommandant Klaus Frank sprach von Problemen mittels Sirene: Die Schwierigkeiten hätten nach Feststellungen des Landkreis-Funkwartes auf sendetechnischen Gegebenheiten und kleiner bauliche Veränderungen beruht; diese seien aber inzwischen bereinigt. Für jugendliche Nutzer des Maximilian-Kolbe-Hauses habe man auf deren Wunsch kurzfristig eine "lustige Feuerwehrübung" organisiert - bei 35 Grad Sommerhitze ein allseitiges Vergnügen. Im dienstlichen Bereich, so Kommandant Frank, sei nun der Digitalfunk in Betrieb, mit einer hervorragenden Funkverbindung aus allen Ecken des Zuständigkeitsbereiches.

In die aktive Mannschaft


Eine erfolgreiche Leistungsprüfung, die Teilnahme der Jugendlichen am Wissenstest, die Maschinisten-Prüfung von Tobias Altnöder, war dem Sprecher ebenso Erwähnung wert, wie die Übernahme von Maximilian und Johannes Meyer, sowie Tobias Altnöder in den Dienst der aktiven Mannschaft.

Lob für die Jugendarbeit


"Die Feuerwehrwelt in Wernersreuth ist in Ordnung", wie Bürgermeister Klaus Meyer aus den Berichten und eigenem Erleben festzustellen wusste. Die Marktgemeinde habe im vergangenen Jahr rund 46 000 Euro ausgegeben, darunter etwa 4000 an Entschädigungen und 23 000 für den Digitalfunk. Klaus Meyer sah auch die Jugend im "Mittelpunkt der Wehr" stehen, die mit ihrem engagierten Mittun, "gelebte und offene Jugendarbeit" demonstriere.

Jubiläums-MarathonIn einem kurzen Ausblick erwähnte Vorstand Walter Brucker noch die Teilnahme am 50-jährigen Gründungsfest des Musikvereins Ernestgrün, am Fest zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Konnersreuth und dem 30-jährigen Bestehen der Böllerschützen des Schützenvereins Ottengrün sowie den Feierlichkeiten der Marktgemeinde zu "425 Jahre Fraisch". Das beliebte Zoigl- und Gartenfest in den Anlagen des Bürgerhauses solle Geselligkeit und Zusammentreffen der Wehr mit der Bevölkerung fördern. (fsc)
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