Kartellsversammlung Thema bei Reservisten- und Soldatenkameradschaft
Sinnvolle Diskussion kaum möglich

Vermischtes
Neualbenreuth
11.02.2016
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Mit 807 Euro Erlös hat die Kriegsgräbersammlung etwa das gute Niveau der Vorjahre erreicht. Darüber freute sich Meinhard Köstler in der Jahresversammlung der Reservisten- und Soldatenkameradschaft (RSK). Der Vorsitzende fand dort aber auch Anlass zur Kritik.

Schriftführer Artur Kursawe trug das Vereinsgeschehen 2015 noch einmal vor und fand ebenso die einhellige Zustimmung wie der Kassenbericht von Willi Maier. Ihm bescheinigten die Revisoren Edmund Becker und Werner Plonner korrekte Arbeit. In seinem Rechenschaftsbericht trug Vorsitzender Meinhard Köstler die wesentlichen Aktionen vor - Spanferkelessen, Geburtstagswünsche an das neue Ehrenmitglied Walter Brucker und Kassier Willi Maier, den reibungslosen Verlauf der beiden Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag in Neualbenreuth und Ottengrün.

Köstler enttäuscht


Von der letzten Kartellsitzung sei er, Köstler, ebenso wie Bürgermeister Klaus Meyer enttäuscht gewesen. Weil der Besuch immer schwächer werde, sei eine sinnvolle Diskussion zwischen den Vereinsvorsitzenden über oft wichtige Angelegenheiten kaum mehr möglich, kommentierte der RSK-Vorsitzende das Treffen in Wernersreuth.
"Das Teichfest am Neualbenreuther Anger hat sich zu einem schönen, sehr gut angenommenen Ortsfest für Jung und Alt gemausert", bemerkte Köstler. In der Versammlung gab es aus der Reihe Mitglieder Bedenken, die Kooperation der RSK mit der politischen Partei Freie Wähler passe hier nicht so recht. Der Verein sollte versuchen, das Fest alleine abzuhalten, so die Anregung. Dazu stellte der Vorsitzende fest: "Mich hat diesbezüglich noch niemand angesprochen. Die bisher große Akzeptanz durch die Bevölkerung spricht offensichtlich nicht gegen diese Art von Zusammenarbeit." Er werde jedoch bei der nächsten gemeinsamen Sitzung der beiden Vorstandsgremien diesen Punkt vorbringen. 2016 sei es wegen der schon angelaufenen Planungen aber zu spät. Gregor Köstler bedankte sich als neuer Reservistensprecher in seinem ersten Jahresbericht für die tatkräftige Unterstützung beim Teichfest, bat aber auch um eine regere Teilnahme am anstehenden Pokalschießen gegen Wernersreuth am 11. und 12. März: "Mit dem Neuzugang von Stefan Ernstberger hat unsere RSK nun einen sehr guten Schützen in ihren Reihen. Dies sollten wir nutzen". Köstler trug dann einige interessante Termine des Reservisten-Verbands Oberpfalz Nord vor und kam auf den Zustand der Bundeswehr zu sprechen.


Laut der Bundeswehrreform 2011 sollte die Truppe 185 000 Mann haben. Nach den Recherchen des Reservistenverbandes seien es jedoch nur 177 069, davon 9762 freiwillig Dienende. Da derzeit etwa 20 000 Kräfte in globale Einsätze einschließlich der Flüchtlingshilfe beordert seien, fehlten momentan mindestens 8000 Mann. Bürgermeister Klaus Meyer bedankte sich in seinem Grußwort für den Einsatz der RSK und bat, beim Fraischfest vom 24. bis 26. Juni auch wieder Flagge zu zeigen. Ob bei den ab April eintreffenden Asylbewerbern ebenfalls Hilfe benötigt werde, müsse sich zeigen.

Kreisversammlung 3. April


Kreisvorsitzender Lienerth wies in seinen Worten vor allem auf den engen Schulterschluss zwischen der RSK Neualbenreuth und dem Kreisverband hin und gab bekannt, dass eine computergesteuerte Führungsarbeit im Kreis angestrebt werde. Sie solle eine Erleichterung für alle Vorsitzenden bringen. Die nächste Kreisversammlung mit Neuwahlen werde am Sonntag, den 3. April in der Gaststätte "Zum Tillenblick" in Neualbenreuth stattfinden.
Mich hat noch niemand angesprochen.Meinhard Köstler
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