Kartoffelfest in Neualbenreuth
Run auf Kuchen und Kartoffeln

Kaum waren die Kartoffeln an der Erdoberfläche, verschwanden sie auch schon in unzähligen Tüten. Vor allem die Kinder hatten viel Spaß beim Aufsammeln. Bilder: enz (4)
Vermischtes
Neualbenreuth
04.10.2016
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Karina Keil war eine würdige Vertreterin der bayerischen Kartoffelkönigin.

Es fing mit Sonne an und endete mit einem prächtigen Regenbogen. Dazwischen fiel reichlich Wasser vom Himmel - aber das schadete dem Kartoffelfest kaum.

Das 14. Kartoffelfest begann noch bei Sonnenschein. Bürgermeister Klaus Meyer und der stellvertretende Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, Alfons Schnurrer, begrüßten die Gäste. Auf die Frage, wie es ihm gehe, antwortete Schnurrer, der zum ersten Mal die ganze Verantwortung der Vorbereitungen trug: "Mein Blutdruck ist 260, aber sonst passt's scho."

Dann eröffneten die Böllerschützen mit verschiedenen Schussfolgen das Fest. Leider hatte die bayerische Kartoffelkönigin ihren Besuch absagen müssen, da sie erkrankt war. Aber Klaus Meyer, der trotz einsetzenden Regens und bei ausgefallenem Mikrofon souverän durch den Tag moderierte und immer gute Laune verbreitete, ernannte kurzerhand Karina Keil zur Alwareither Kartoffelkönigin. Sie war eine hübsche und würdige Vertreterin.

Mit Bulldog-Parade


Filmemacher Jürgen Neumann, der für die Sendung "Wir in Bayern" mit seinem Team drehte, gestand, dass er noch nie auf dem Kartoffelfest war, obwohl er aus Waldsassen stammt. Aber jetzt konnte er sich ausführlich über die vielen außergewöhnlichen Dinge informieren und wird darüber berichten.

Die erste Attraktion des Tages war die Bulldog-Parade. Jeder Fahrer wurde von Klaus Meyer und Alfons Schnurrer begrüßt und samt seiner Maschine vorgestellt. Ob Deutz, Hela, Porsche oder Zetor - den Liebhabern alter und neuer Technik ging beim Anblick das Herz auf. Auch aus Lipová in Tschechien waren wieder Gäste mit Traktoren angereist.

14 Kartoffelsorten hatte Alfons Schnurrer auf dem Feld beim Sibyllenbad für das 14. Kartoffelfest angebaut. Jetzt war Erntezeit, und es wurde vorgeführt, wie das früher geschah: Mit der Sternschleuder, dem Vorratsroder oder der Kartoffelvollerntemaschine. Voller Eifer sammelten die Kinder die ausgeworfenen Kartoffeln ein. Auch der Klang der vier Dreschflegel beim Drischldreschen zog zahlreiche Zuschauer an. Einen besonderen Anziehungspunkt bildeten die Strohstrick-Schlagmaschine und die Dampfmaschine zum Antrieb verschiedener Geräte.

Hektoliterweise Kaffee


Für das Kinderprogramm hatte man sich wieder viel einfallen lassen: Es wurden Taschen mit Kartoffelstempeln bedruckt, Kartoffelspinnen, Kastanienketten oder Maismännchen gebastelt. Der Fremdenverkehrsverein Mähring beteiligte sich an dem Kinderprogramm mit dem Bemalen von Porzellan aus der Manufaktur Kilian. So entstanden unter eifrigen Kinderhänden bunte Hähne, Schmetterlinge, Fische, Herzen und Engel. In den Zelten herrschte Hochbetrieb. Jeder suchte zum Essen und Trinken ein trockenes Plätzchen. Die "Oberpfälzer Grenzgangmusik" verlegte ihren Auftritt in das Kuchenzelt. Bei Kaffee und Gebäck hatte sie ein großes, fröhlich gestimmtes Publikum. Die 150 Kuchen und Torten waren bereits um 16 Uhr verputzt und dazu eineinhalb Hektoliter Kaffee ausgeschenkt.

Im großen Festzelt sorgte die Ernestgrüner Blaskapelle vom Vormittag bis zum Ende wieder für Begeisterung. Keine Frage, dass beim "Böhmischen Traum" alle klatschend auf Tischen und Bänken standen. Und da man dieses Lied nicht oft genug hören kann, wünschte es sich Bürgermeister Klaus Meyer zum Abschluss des Tages und dirigierte es gekonnt. Er bedankte sich bei den Gästen: "Ich freue mich, dass das Erdäpflfest wieder so großen Anklang gefunden hat." Als alles fast vorbei war, hörte der Regen auf, die Sonne schien und über dem Festgelände stand ein großer Regenbogen.
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