Linderung für "Restless Legs"-Patienten
Radon und Sauerstoff

Vermischtes
Neualbenreuth
11.03.2016
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"Restless-Legs"-Patienten - Menschen, die unter "unruhigen Beinen" leiden - kurten im Herbst eine Woche lang im Sibyllenbad. Vertreter der Selbsthilfegruppe in Passau berichteten jetzt bei einer Informationsveranstaltung vom Erfolg der Therapie.

Neualbenreuth/Passau. Mit dem Neurologen Dr. med. Marcus Theil hatte die Selbsthilfegruppe "Restless Legs" einen namhaften Referenten gefunden. In der Drei-Flüsse-Stadt mit dabei war auch der Leiter des Sibyllenbads, Gerhard Geiger. Dr. Theil ging auf das Krankheitsbild der "unruhigen Beine (RLS)" ein und informierte über Ursachen und Erscheinungsformen. Von dieser Erkrankung seien über fünf Prozent der Bundesbürger betroffen. "Wir müssen zugeben, dass wir neben Vererbung und Diabetes leider viel zu wenig über grundlegende Voraussetzungen der Entstehung von RLS wissen", so der Mediziner.

Bei der abgrenzenden Diagnose käme es auf eine umfangreiche Anamnese und gezielte Fragen zum individuellen Erscheinungsbild an. Meist sei bei RLS-Erkrankten auch ein sehr niedriger Wert des Eisenspeichers vorhanden. Er wisse, dass viele Betroffene händeringend nach Alternativen zur Behandlung mit Tabletten oder Pflaster suchen, die Radon-Therapie könne eine solche mit natürlichen Heilwässern sein. Dr. Theil erläuterte daher die Wirkungsweise von Radonbädern mit Sauerstoff bei diversen Krankheitsbildern wie Rheuma und Gicht und der schmerzlindernden Wirkung. Bei RLS sei die Wirkung nicht wissenschaftlich belegt. Dafür aber würden viele Patienten nach der Behandlung mit Wannenbädern von Erfolgen und reduziertem Schmerzmittelkonsum berichten.

Positive Wirkung


Sibyllenbad-Chef Geiger, der eine Gruppe betroffener Passauer gemeinsam mit Badearzt Dr. Omparkash Raj betreute, berichtete von den Besonderheiten der Neualbenreuther "Radon-Kohlensäure-Sauerstofftherapie". Seit über fünf Jahren berichteten RLS-Patienten immer wieder von positiven Wirkungen einer Behandlungsserie in Neualbenreuth. "Spontan meldete sich eine Teilnehmerin der damaligen Reihe und berichtete mit Dankbarkeit, dass bei ihr die Wirkung der Bäder auch heute noch anhalte und sie ihre Medikamente und damit auch deren Nebenwirkungen seitdem reduzieren konnte", heißt es in der Pressemitteilung des Kurmittelhauses.

Bei vielen Teilnehmern reifte beim anschließenden Informationsaustausch der Entschluss, es selbst einmal mit medizinischen Bädern in der nördlichen Oberpfalz zu versuchen.
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