Magdalenenfest im Wald

Der kugelförmige, drehbare Tabernakel ist aus Holz und kam 1762 vom Kloster Waldsassen, wo er in der Abteikirche stand. Das Bild zeigt das Herabkommen des himmlischen Brotes.
Vermischtes
Neualbenreuth
27.07.2016
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Zu Ehren der heiligen Maria Magdalena feiert die Pfarrgemeinde Wernersreuth das Patrozinium der Allerheiligenkirche. So heißt das schmucke Kirchlein mitten im Wald.

Wernersreuth. Zwei Feste stehen dort jedes Jahr fix im Terminplan - eines in mehr kirchlicher Stille an Allerheiligen und eines im Sommer zu Ehren der Heiligen mit größeren Feierlichkeiten in der Kirche und draußen auf dem Festplatz. In diesem Sommer werden die Kirchenbesucher das Magdalenenfest, das "Kirchweihfest" für die Allerheiligenkirche, wohl zum letzten Mal mit ihrem Pfarrer Hans Junker feiern. Der Pater übernahm 2002 die Betreuung der Pfarreien Wernersreuth und Leonberg, feierte erstmals 2003 das Patrozinium "Am Heiling" und freute sich auf dieses Fest, von dem er bald sagte: "Dieses kleine Kirchlein habe ich in den Jahren meines Hierseins ins Herz geschlossen." So wird er nun wohl wieder Abschied feiern, denn zum 1. September 2016 geht der 80-jährige Salesianerpater in den Ruhestand.

Er nimmt Abschied von einem Fest, das die Gläubigen aus nah und fern gerne und zahlreich mit einem Festgottesdienst und einem "weltlichem Treiben" feiern - als hervorstechendes Zeichen der Pflege kirchlichen Brauchtums und der bodenständigen Volksgläubigkeit,

Die Waldwiese rund um das Kirchlein soll am Sonntag wieder voller Leben sein, wenn nach der Messe das Bier in den Krügen schäumt, die Bratwürste duften und die Klänge der Blasmusik über die Baumwipfel ziehen. In regelmäßigen Abständen finden am "Heiling" Sonntagsgottesdienste statt. Meist aber ist es still in dem Gebiet. Die Schönheit und Ruhe im Pfaffenreuther Wald lässt ab und zu Wanderer dort vorbeikommen, und da das Kirchlein diese Ruhe ausstrahlt und Geborgenheit verspricht, wird kaum einer vorbeigehen, ohne einen Blick hineingeworfen, ein Gebet gesprochen oder sich ganz einfach der Stille hingegeben zu haben. Geheimnisvolle Verschwiegenheit liegt auch über der Geschichte des kleinen Gotteshauses. Der Überlieferung nach soll es nach einem Versprechen des "Kornmüllers" gebaut worden sein, als dieser seine verirrte Viehherde wieder gefunden hatte. Sicher ist, dass an diesem Ort ein Einsiedler lebte und eine viel besuchte Wallfahrt bestand.

Der Festgottesdienst am Sonntag, 31. Juli, beginnt um 9 Uhr, anschließend ist Frühschoppen und am Nachmittag Festbetrieb. Die musikalische Umrahmung des Kirchenfestes übernimmt heuer die Blaskapelle des Musikvereins Ernestgrün unter der Leitung von Klaus Rustler. Die Messe gestaltet das "Neualbenreuther Zwio" mit der "Steinwaldmesse" von Wolfgang Kraus.
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