Schmerzfreie Lebensqualität

Das Team des MVZ Stiftland (von links): Dr. Robert Drechsel, Dr. Torsten Friese und Dr. Walter Kutschker (Orthopäde und Badearzt in der Zweigpraxis Kurhotel Pyramide Sibyllenbad). Verstärkt wird das Team außerdem durch Dr. Kamjunke sowie die Tirschenreuther Ärzte Prof. Dr. R. Ascherl, Dr. J. Engelhardt und Dr. P. Höhn. Bild: hfz
Vermischtes
Neualbenreuth
28.10.2016
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"Arthrose von Schulter-, Hüft- und Kniegelenk - Aktuelle Trends - was gibt es Neues?" Dr. Torsten Friese und Dr. Robert Drechsel informierten bei einem Vortrag im Sibyllenbad-Forum über die Einzelheiten.

Neualbenreuth/Waldsassen. Allein in Deutschland leiden 20 Millionen Erkrankte an Arthrose, dies unterstreiche die Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. "Jeder bekommt Arthrose, man muss nur alt genug werden" so Dr. Robert Drechsel, Facharzt für Orthopädie.

Unfallchirurg Dr. Friese berichtete über die "Volkskrankheit", ihre Entstehung und Einteilung. Oftmals spielten Übergewicht und Überlastung bei der Entstehung eine entscheidende Rolle, so Friese. Aber auch sekundäre Arthroseformen nach Verletzungen oder einer nicht adäquat behandelten Fehlstellung seien häufige Ursachen.

Entscheidend seien der Schmerz und der zunehmende Leidensdruck für die weitere Behandlung des Patienten. Hier setzten der Pressemitteilung des Kurmittelhauses zufolge auch die Ausführungen des Orthopäden und Unfallchirurgen Dr. Drechsel an.

Die Therapie sei immer unter dem Ziel der Schmerzfreiheit und dem Erhalt der Lebensqualität zu führen. Oftmals lasse sich ein künstlicher Gelenkersatz nicht vermeiden, aber doch hinauszögern. In vielen Fällen könne auch gelenkerhaltend operiert werden. Hier wurden Möglichkeiten der Knorpeltherapie und Korrekturen der Beinachse erläutert.

Individuell angepasst


Bevor operiert wird, gäbe es natürlich eine ganze Reihe an konservativen Behandlungsoptionen, die auf jeden Patienten individuell angepasst werden müssen. Herr Drechsel erläuterte, dass für viele routinemäßig angewendete Methoden weiterhin der wissenschaftliche Beweis der Wirksamkeit fehle. In der stufenweise durchgeführten Therapie kämen Medikamente, Physiotherapie und Hilfsmittel aus der Orthopädietechnik o.ä. zum Einsatz. Auch sogenannte "intra-artikulär" ("direkt ins Gelenk") verabreichte Medikamente spielten eine große Rolle, so wurden Wirkweise und Einsatz von Hyaluronsäure erläutert. Ein großes Augenmerk wurde auf die Behandlungsoption mittels therapeutischer Kernspin-Resonanz (MBST) gelegt. Nach der Übernahme der Praxis Dr. Cuk stehe dieses innovative Therapieverfahren den behandelnden Ärzten des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Stiftland zur Verfügung. Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit stünden im Vordergrund und können in bis zu 85 Prozent der Fälle erreicht werden, wie es hieß - mit einem Hinweis darauf, dass es Informationen zu dieser Therapie-Option jederzeit im MVZ Stiftland gibt.
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