Sibyllenbad-Forum
Wenn die Füße schmerzen

Dr. Gert Kamjunke. Bild: hfz
Vermischtes
Neualbenreuth
09.06.2016
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Großen Zulauf erfuhr kürzlich der Vortrag von Dr. Gert Kamjunke vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Stiftland in Waldsassen in der Veranstaltungsreihe "Sibyllenbad-Forum". Es ging um Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Füße schmerzen. Diese, so Kamjunke, wären jeden Tag enormen Belastungen ausgesetzt. "Sie tragen unserer ganzes Körpergewicht, federn Stöße ab, müssen sich ständig verschiedenen Schuhen und Böden anpassen", wird der Arzt in einer Pressemitteilung aus dem Kurmittelhaus zitiert. Dies könne zu Überlastungen und Schmerzen führen. Die Ursachen seien vielfältig.

Falsches Schuhwerk


"Wir laufen auf harten Böden, haben oft die falschen oder vielleicht auch kaputte Schuhe an. Unsere Tätigkeiten werden immer einseitiger, die Menschen werden im Durchschnitt auch immer schwerer." Je nach Art der Überlastung würde der Schmerz im Vor-, Mittel- oder Rückfuß auftreten. Es entwickelten sich Fußdeformitäten, wie zum Beispiel der Hallux valgus, es käme zu Entzündungen der Sehnen - etwa der so genannten Fersensporn. Wenn das Quergewölbe zu flach sei, klagten Patienten oft über einen brennenden Schmerz unter den Mittelfußköpfchen.

Die konservative Therapie mit einer Schuh- und Einlagenversorgung steht nach den Worten von Dr. Kamjunke anfangs meist an erste Stelle. Wichtig sei auch die eingehende Beratung zur Auswahl der richtigen Schuhe. Die beste Einlage könne im falschen Schuh nicht helfen die Schmerzen zu lindern.

Erst wenn diese Behandlungen zu keinem ausreichenden Erfolg führen würden, kämen operative Therapien in Betracht. Nach einer eingehenden klinischen Untersuchung und der Auswertung der Röntgenbilder, evtl. auch eines CT oder MRT, könne die beste operative Therapiemöglichkeit ausgewählt werden. Ziel sei es immer die Funktionsfähigkeit der Füße zu erhalten bzw. wiederherzustellen.
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