Soldatenbund beklagt Rückgang der Mitgliederzahlen
Sportschießen bremst Schwund

Die aus dem Kreisvorstand ausgeschiedenen Mitglieder sind mit dem "Großkreuz des BSB am Bande" ausgezeichnet worden. Von links stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler, Bezirksvorsitzender Horst Embacher, Josef Ernstberger, Peter Franz, Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth und Bürgermeister Klaus Meyer. Bild: kdi
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Neualbenreuth
07.04.2016
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Der neu gewählte Kreisvorstand mit (von links) Gerhard Franke, Werner Hoschopf, Josef Böhm, Matthias Seidl, Robert Fenzl, Meinhard Köstler, Josef Peter, Josef Meisl, Ferdinand Lienerth und Bezirksvorsitzender Horst Embacher. Bild: kdi

Das "Lied vom guten Kameraden" zum Totengedenken - als Trompetensolo gespielt von Franz Stierstorfer. 17 Ortsgruppen im Kreisverband des Bayerischen Soldatenbundes zogen im Gasthof "Tillenblick" eine Bilanz ihrer Arbeit. Dabei zeigte sich: Es fehlt an Nachwuchs.

Beim Treffen des Bayerischen Soldatenbundes 1874 ist Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth in seinem Amt bestätigt worden. Den Mitgliederstand im Kreisverband bezifferte der Sprecher auf 1290 Personen. 32 Veranstaltungen wurden von ihm oder einer Vertretung aus dem Kreisvorstand im Berichtszeitraum besucht. Als Höhepunkte bezeichnete er dabei die Friedenswallfahrt in Fuchsmühl sowie die Soldatenwallfahrt nach St. Quirin in Ilsenbach.

Weniger Mitglieder


Hinsichtlich der Mitglieder-Entwicklung stellte Lienerth fest, dass von den 17 Ortskameradschaften lediglich 4 einen Zuwachs verzeichnen konnten, bei 2 blieb der Mitgliederstand gleich aber bei 11 Kameradschaften war ein Mitgliederschwund zu verzeichnen. Der Gewinn neuer Mitglieder gestalte sich schwierig sei aber nicht unmöglich, wie es hieß. Die Sportschützen würden hier eine gute Möglichkeit bilden neue Mitglieder zu gewinnen. Lobend erwähnte der Sprecher auch noch die gute kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den Ortsgruppen. Dabei bedauerte Lienerth, dass er nicht allen Einladungen zu Veranstaltungen folgen konnte. Er würde aber stets gut von einem Mitglied aus dem Kreisvorstand vertreten und sagte dazu: "Auf meine Vertreter konnte ich mich immer verlassen". Einen Rückgang des Kreisvermögens musste Kreiskassier Franz Peter vermelden. Durch die Anschaffung einer neuen EDV-Ausrüstung sei der Kassenbestand der Schützenkasse doch erheblich geschwächt. Trotz alledem sei sowohl in der Kreiskasse als auch in der Schützenkasse noch ein positiver Kassenstand vorzuweisen. Diesen bestätigte auch Revisor Gerhard Franke.

Unter der Leitung des Bezirksvorsitzenden Horst Embacher verlief die Neuwahl des Kreisvorstands schnell und reibungslos. Es wurden gewählt: Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth, Stellvertreter Josef Meisl, Kassenwart (neu) Robert Fenzl Schriftführer (neu) Meinhard Köstler Reservistenbetreuer Matthias Seidl Kreisschießwart Josef Peter Internetbeauftragter Werner Hoschopf Revisoren Josef Böhm und Gerhard Franke.

Der Wert des Ehrenamts


Für ihre über Jahrzehnte ausgeübte Tätigkeit als Schriftführer und Kassenwart zeichnete Horst Embacher die Mitglieder Franz Peter und Josef Ernstberger - er war 32 Jahre lang Kreisschriftführer - als Anerkennung für ihre Verdienste mit einer der höchsten Auszeichnung des BSB dem "Großkreuz des BSB am Bande" aus. Embacher stellte dazu den Wert des Ehrenamtes besonders hervor und wünschte der neu gewählten Kreisvorstandschaft für die nächsten Jahre ein erfolgreiches Wirken.

Schützen mit guten bis sehr guten ErgebnissenKreisschießwart Josef Peter ging auf Belange und Aktivitäten der Sportschützen ein. Aktuell seien im Kreisverband 269 Sportschützen aktiv. Er berichtete von zahlreichen Erfolgen auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Dabei hätten die Schießgruppen der SK Großkonreuth, der SK Waldsassen und herausragend die des 1. Österreichischen Kriegerkorps Waldsassen gute bis sehr gute Ergebnisse in verschiedenen Disziplinen, angefangen vom Luftgewehr bis zur Großkaliber-Dienstpistole, aufzuweisen. Hinsichtlich des Erwerbs und des Besitzes von erlaubnispflichtigen Waffen merkte Peter an, dass eine Voraussetzung dazu die Beteiligung am Kreisvergleichsschießen sei. Auch ein Nachweis zur Teilnahme an regelmäßigen Trainingsschießen - dazu gibt es ein extra Formblatt - sei unabdingbar. (kdi)
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