Tatortskizze schildert Mord bei Hundsbach
Von historischer Bedeutung

Die Originalkarte war bei jüngsten Forschungen zur Fraisch-Geschichte vor einigen Wochen im tschechischen Staatsarchiv Prag entdeckt worden und ist beim Fraischfest dieses Wochenende erstmals ganz und in Farbe zu sehen. (Quelle: Národní archiv Praha, Plan-Nummer 947, sign. F/V/23) Bild: hfz
Vermischtes
Neualbenreuth
23.06.2016
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Es ist später Abend des 26. November 1589. Der Egerer Sattler Jorg Mayerhofer geht, auf der Grenzstraße von Waldsassen kommend, heim in Richtung Eger. Er trägt einen Spieß bei sich und hat gerade das Brücklein über den nach rechts aus dem Siechenteich abfließenden Grenzbach überquert, als ihm in flottem Ritt ein Fremder entgegen kommt und ihn mit einem Schuss niederstreckt. Das Opfer bleibt tot auf dem Teichdamm neben der Straße liegen, der Mörder flüchtet nach Westen auf sicheren stiftischen Grund. Ein Ausschnitt aus der Tatortskizze, von einem damaligen Untersuchungsbeamten etwa um das Jahr 1600 angefertigt, gibt anschaulich den Mord bei Hundsbach wieder. Die Zeichnung besitzt selbst nach über 400 Jahren für den Betrachter mit dem Siechenteich am heutigen Grenzübergang Svatý Kríž einen hohen Wiedererkennungswert und ist ein historisches Dokument allerersten Ranges. Der Text am Tatort lautet: "Maierhöffers Cörper uff Egrischen grundt von den Ebtischen wegk genommen." Er bestätigt die berechtigte Beschwerde der Stadt Eger gegenüber dem Stift.

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