Halle und Maschinen vernichtet

Großbrand in Egelsried am Montagmorgen: Rund 100 Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks bekämpften die Feuersbrunst in einer landwirtschaftlich genutzten Maschinenhalle. Bilder: bk-media (2)
Lokales
Neukirchen-Balbini
15.09.2015
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Die Flammen ließen rauchende Trümmer, verkohlte Balken und zerstörte Geräte zurück: Bei einem Großfeuer ist am frühen Montagmorgen eine landwirtschaftliche Halle in Egelsried abgebrannt. Der Schaden geht in die Hunderttausende.

(mp/bkf) Offenbar hat ein technischer Defekt in einem Futtermischwagen das verheerende Feuer im Ortsteil Egelsried ausgelöst. Dieser war vor dem Gebäude abgestellt. Laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz war der Brand auch in diesem Bereich ausgebrochen. Vom Wagen aus habe das Feuer auf die angrenzende Maschinenhalle übergegriffen.

Lichterloh in Flammen

Es war am Montag gegen 3.25 Uhr, als ein Nachbar die lodernden Flammen bemerkte. Sofort verständigte er den Besitzer des Hofes und setzte einen Notruf an die Integrierte Leitstelle Amberg ab. Als nur wenige Minuten später rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Neunburg vorm Wald, Neukirchen-Balbini, Penting, Kleinwinklarn, Egelsried und Erzhäuser eintrafen, stand das 30 mal 15 Meter große Gebäude bereits lichterloh in Flammen - "als wir ankamen, war der Dachgiebel bereits eingestürzt", berichtete Bernhard Käsbauer, Kommandant der Feuerwehr Neunburg. Weil in der Halle etwa 250 Heuballen sowie Hackschnitzel gelagert waren, fand das Feuer reichlich Nahrung.

Feuer eingedämmt

Mit einem massiven Löschangriff von mehreren Seiten schafften es die Feuerwehren schließlich, ein Übergreifen des Brandes auf ein benachbartes Gebäude zu verhindern. Die Maschinenhalle jedoch war nicht mehr zu retten und brannte vollständig nieder. Nach Aussage des zuständigen Kreisbrandmeisters Konrad Hoch seien Traktoren, ein Radlader sowie eine Werkstatt und eine Heizungsanlage Raub der Flammen geworden. Auch eingelagerte Erntevorräte verbrannten.

Bei der Brandbekämpfung standen den freiwilligen Feuerwehren auch Aktive des Technischen Hilfswerks Neunburg zur Seite: Mit Einsatz ihres Teleskopladers gelang es, gelagerte Heuballen aus der Halle zu holen und zum Ablöschen auf ein nahe gelegenes Feld zu bringen. Bis weit in den Nachmittag hinein waren die örtlichen Feuerwehren am Montag noch bei verschiedenen Nachlösch- und Aufräumarbeiten gefordert. Auch der Neunburger Kreisbrandmeister Ferdinand Duscher hatte sich vor Ort ein Bild vom Einsatzgeschehen gemacht. Die weiteren Ermittlungen auf der Suche nach der Ursache für das Unglück haben am Montag die Brandfahnder der Kriminalpolizei Amberg übernommen.

Den durch den Brand verursachten Schaden bezifferte das Polizeipräsidium Oberpfalz auf eine Summe zwischen 600 000 und 700 000 Euro. Verletzt wurde bei dem Großfeuer glücklicherweise niemand.
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