Kreisgruppe gedenkt Schutzpatron Hubertus - Sieben Nachwuchs-Waidmänner erhalten den Jägerschlag
Jäger stehen im Auftrag der Schöpfung

Lehrgangsleiter und Kreisgruppen-Vorsitzender Franz Sedlmeier (rechts) erteilte dem Waidmanns-Nachwuchs, hier Simone Dietl, den Jägerschlag. Bild: pko
Lokales
Neukirchen-Balbini
11.11.2015
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Die öffentliche Hubertusfeier in der Pfarrkirche Sankt Michael in Neukirchen-Balbini war auch als Abend der Besinnung und des Dankes gedacht. Für die Jäger der Kreisgruppe Neunburg im Bayerischen Jagdverband ist die Hubertuslegende Auftrag und Verpflichtung, den Namenstag ihres Schutzpatrons würdig zu begehen.

Reinhard Reck und seine Helfer hatten die Kirche mit Nadelbäumen und Herbstlaub ausgestattet und den Altar mit einem Hirschgeweih geschmückt, das ein Kreuz trug. Die Neunburger Jagdhornbläser unter der Leitung von Elisabeth Wittmann gaben der Hubertusmesse mit ihren Instrumenten einen besonders feierlichen Rahmen.

Das Hauptthema des Gottesdienstes war die Legende des heiligen Hubertus, dem in den belgischen Ardennen-Wäldern ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz auf der Stirn erschienen ist. Daraufhin änderte der leidenschaftliche Jäger sein Leben und wurde Bischof von Lüttich. 727 nahm Gott seine Seele zu sich.

"Jäger, Forstleute und Landwirte sehen mit Schrecken den Klimawandel", sagte Pfarrer Theo Schmucker in seiner Predigt. Gottes Schöpfung sei bedroht und gefährdet. Die Jäger sorgten für Verbesserungen und den Erhalt der Natur. "Die Aufmerksamkeit von uns allen ist gefordert, damit die Erde liebenswert an die Nachkommen übergeben werden kann", so der Auftrag des Priesters. Die Jagd in unseren Tagen sei nicht nur einfach ein Sport, die Jäger stünden vielmehr mit viel Geld und Zeit im Schöpfungsauftrag, sagte er.

Zur weltlichen Feier kamen neben den Jägern auch die Jagdvorsteher, Jagdgenossen und die Jungjäger des diesjährigen Jägerprüfungslehrgangs ins Gasthaus "Zur Sonne". Durch Kreisvorsitzenden Franz Sedlmeier erhielten den Jägerschlag und wurden in die Gemeinschaft der Waidleute aufgenommen. Das feierliche Ritual wurde mit einem Hirschfänger bei Artur Hofmann, Simone Dietl, Franziska Frankerl, Lydia und Max Kefes, Andrè Naumann und Anja Niklas ausgeführt. Der Lehrgangsleiter bezeichnete den Kurs 2015 als harmonische Gruppe, deren Teilnehmer sich gegenseitig geholfen und aufgebaut haben. Die Jagdhornbläser wünschten mit verschiedenen Signalen ein erfolgreiches und erlebnisreiches Jägerleben.

Die Jägerbriefe überreichten der stellvertretende Kreisjagdberater Günther Hoffmann und Bürgermeister Markus Dauch (Neukirchen-Balbini). "Damit der wichtige Beitrag der Jäger zum Umweltschutz gewürdigt und nicht übersehen wird, müssen solche Veranstaltungen wie die Hubertusfeier immer wieder stattfinden", war Dauch überzeugt. Mit hohem zeitlichen Aufwand sorgten die Jäger mit Maßnahmen zur Reviergestaltung für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der freilebenden Tierwelt und den Lebensräumen. Das sei eine der wesentlichen Aufgaben des modernen Jagdschutzes, lobte er die Arbeit der Jägerschaft.
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