Der fränkische Kabarettist Bernd Regenauer spricht über Gott und die Welt
„Red’s hald so wie ich!“

Bernd Regenauer beleuchtete auf unterhaltsame Weise die Beziehungen zwischen Mann und Frau, Jung und Alt oder Oberpfälzer und Franke. Bild: rtw

Widriges Wetter ließ es nicht zu, die 17. Auflage der Veranstaltung "Kultur im Schloss" an ihrem angestammten Platz zu starten. Spontan wurde der Abend in den Saal des Neukirchner Hofs verlegt. Dem Unterhaltungswert tat das keinen Abbruch.

Mit Bernd Regenauer präsentierte der Tourismusverein erstmals einen Interpreten aus der Kategorie Kabarett. Wolfgang Rattai begrüßte die Gäste und bedankte sich beim Team des Neukirchner Hofes für die spontane Aufnahme und den raschen Saalumbau.

Lediglich einen Barhocker und einen Stehtisch benötigte der Künstler als Requisiten, um sein Programm "Mixtour" auf die Bühne zu bringen. Mit gekonnter Mimik und Gestik untermalte der Wortakrobat seine scharfzüngigen Beiträge. Gerade die Herrschaften in den ersten Reihen wurden in die Geschichten um Beziehungen zwischen Mann und Frau, Jung und Alt oder Oberpfälzer und Franke mit einbezogen. Regenauer schaffte aber immer den Spagat zwischen Humor und Anzüglichkeit und bewegte sich sowohl sprachlich als auch thematisch auf hohem Niveau. So erfuhren die Gäste das Geheimnis der Entstehung des fränkischen Dialektes: Als der liebe Gott bei der Verteilung der Dialekte für den Volksstamm der Franken keinen mehr übrig hatte, sagte er kurzerhand zu ihnen im reinstem Fränkisch: "Dann red's hald so wie ich!"

Die bayerische Landespolitik mit dem Heimatministerium und der Breitbandverkabelung wurde über die kabarettistische Bühne gejagt. Der Künstler zeigte sich auch für die aktuellen Themen des Spielortes gut vorbereitet. Mit viel Wortwitz hielt er den Alltagmenschen einen Spiegel vor, und manchmal blieb einem bei den Pointen, wegen des ernsten Hintergrundes, das Lachen ein wenig im Halse stecken.

Ob Fitnesswelle, Funktionskleidung oder der Schönheitswahn - der Träger des Deutschen Kabarettpreises wusste zu allen Zeitströmungen eine amüsante Geschichte zu erzählen. Die Zuhörer im vollbesetzen Saal hatten viel zu lachen und dankten es dem Künstler mit Szenenapplaus. Nach einigen Zugaben endete der unterhaltsame Abend mit einer Autogrammstunde am Bühnenrand.
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