Gemeinderat will Angebote über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach einholen
Sonnenstrom für das Rathaus

Nicht immer und überall scheint die Sonne. Wenn sie es aber tut, dann liegt es nahe, ihre Strahlen zu nutzen. Damit will der Gemeinderat Neukirchen jetzt bei sich selbst anfangen.

"Der Gemeinde kommt da eine Vorbildfunktion zu", stellte der kommunale Energieberater Leonhard Rösel fest. Seine Worte fanden im Gemeinderat Gehör: Er sprach sich dafür aus, Angebote von Firmen für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses einzuholen.

Jahr für Jahr schicke die Sonne das 7000-fache des Energiebedarfs der Welt, der bisher überwiegend aus Kohle, Gas, Öl und Uran gespeist werde. "Wir haben kein Energieproblem, sondern ein Problem bei der Realisierung", betonte der kommunale Energieberater Leonhard Rösel. Aus diesem Grund sei die Nutzung von Photovoltaik bei der Energiegewinnung so wichtig.

Tendenz zu 10 kWp-Anlage


Jetzt gehe es darum, die Ergebnisse des Energiecoachings vom Sommer und Herbst 2015 vor Ort umzusetzen. An erster Stelle stand für Rösel eine Photovoltaikanlage, die Strom für das Rathaus liefert. Die Tendenz gehe zu einer 10 kWp-Anlage. Für eine höhere Leistung reiche die Dachfläche nicht aus.

Als weiteres Projekt dachte Rösel an die Umrüstung der Beleuchtung in den Bereichen der Turnhalle mit hohen Nutzungsstunden. Wie das funktioniere, zeige das Beispiel der Gemeinde Poppenricht, die in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bauhofs investierte.

Jetzt Angebote einholen


In der Diskussion spielten technische Fragen, der Stromverbrauch im Rathaus und die Einsparmöglichkeiten mit einer solchen Anlage eine Rolle. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, Angebote von Firmen einzuholen und dann zu entscheiden, wie das Projekt verwirklicht werden soll.

Die Kommandanten der Feuerwehren in der Gemeinde fragten nach einem Zuschuss zum Kauf von Stiefeln für ihre Leute an, teilte Bürgermeister Winfried Franz in der Sitzung im Rathaus mit. Ohne große Diskussion kam es zum Beschluss, dass die Gemeinde 100 Euro pro Paar dazu zahlt.

Straßen instand setzen


Ins Flurbereinigungsverfahren Röckenricht soll die Instandsetzung der Gemeindeverbindungsstraße Fromberg-Kleinfalz bis zur Stadtgrenze von Sulzbach-Rosenberg mit einbezogen werden. Wann das passiert und welche Kosten die Gemeinde trägt, ist mit dem Amt für ländliche Entwicklung in Tirschenreuth zu klären. Über den Restabschnitt auf deren Gebiet muss mit den Nachbarn in der Herzogstadt gesprochen werden. Außerdem soll der Gemeindeverbindungsweg von Lockenricht bis zur Osterhöhle ins Flurbereinigungsverfahren integriert werden.

Als Teil der Leader-Arbeitsgemeinschaft Amberg-Sulzbach beabsichtigen die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaften Neukirchen und Illschwang, das gebietsübergreifende Kernwegenetz zu verbessern. Einige Gemeinderäte, unter ihnen 2. Bürgermeister Wolfgang Rattai, bezweifelten, ob sich der Aufwand lohne. Gegen zwei Stimmen entschied sich der Rat schließlich für eine Beteiligung an dem Vorhaben.
Wir haben kein Energieproblem, sondern ein Problem bei der Realisierung.Leonhard Rösel, kommunaler Energieberater


BauangelegenheitenMichael Maul möchte in Büchelberg ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage errichten. Dem stimmte der Gemeinderat Neukirchen ebenso zu wie dem Antrag von Horst Ziesmann aus Hundheim. Er will ein landwirtschaftliches Gebäude künftig für Wohnzwecke nutzen.

Dem Anbau eines Erdgeschosses an das vorhandene Wohngebäude von Evi Langner, Röckenricht, steht nichts im Weg. Außerdem billigte das Gremium den Neubau einer Biogasanlage in Lockenricht durch das Gemeinderatsmitglied Christian Sperber. Als Betroffener nahm er an dieser Abstimmung nicht teil. (bt)
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