Neujahrsempfang der Gemeinde Neukirchen
Haushalt heuer Herausforderung

Über diverse Themen tauschte sich Bürgermeister Winfried Franz (am weißen Tisch) mit seinen Kollegen aus den Nachbargemeinden, stellvertretendem Landrat Franz Birkl und dem Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz aus. Bild: fm

Die Gemeinde Neukirchen ist gut aufgestellt. Trotzdem gibt es immer noch Aufgaben zu lösen. Vordringlich wäre die Bereitstellung von bebaubaren Flächen für Wohnraum. Dies und der Dank an das große ehrenamtliche Engagement in Vereinen und Bevölkerung prägte den Ausblick von Bürgermeister Winfried Franz beim Neujahrsempfang.

Der Leitgedanke des gemeinschaftlichen Miteinanders zur Stärkung der Gesellschaftsstruktur zog sich durch die ganze Bilanz des Bürgermeisters. Die sozialen und politischen Netzwerke in der Kommune und nach außen sind dafür die Grundlagen. Beim aktuellen Problem des Flüchtlingszustroms hält er es mit dem Landrat, der bei der humanitären Herausforderung um Verständnis bittet und auch helfen will. Dabei kann sich der Staat auf ehrenamtliche Bereitschaft verlassen, die sich ebenso in den 50 Vereinen der Gemeinde wiederfindet.

"Die sozialen Verbände, die Kirchengemeinden und nicht zuletzt der öffentliche Service von Kommune, Feuerwehren, Schulen und Kindergärten halten die Versorgung der Bevölkerung aufrecht. Doch alleine kann man nicht alles bewältigen; es bedarf der Unterstützung durch Staat und kommunale Zusammenarbeit", betonte Franz.

Mehr Wohnraum


Der kurzen Bilanz der Maßnahmen von 2015 wie Straßenbau und Vorplanungen für den Wohnungsbau folgten die Schwerpunkte für heuer. So stehen die Breitbandversorgung und der Bau des Feuerwehrhauses in den Startlöchern, die Verbesserung des Wohnraumangebots und die Möglichkeiten des Dorferneuerungsprogramms sollen angepackt werden. Da hier erhebliche Summen anfallen können, wird ein Haushalt ohne Neuverschuldung, wie bisher die letzten sieben Jahre, schwer werden.

Neben dem öffentlichen Bereich gestalten die Vereine wesentlich das gesellschaftliche Leben und so den Zusammenhalt. Deren anwesende Vertreter nahmen den Dank für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement entgegen. Letztlich wünschte er allen die Zufriedenheit als große Kunst und ermunterte zum Teamgeist für die Solidargemeinschaft der Gemeinde.

Für drei übergeordnete politische Schwerpunkte setzte sich MdL Dr. Harald Schwartz ein: Eine starke Wirtschaft, gelebte Traditionen und die Einhaltung des Rechtsstaats. Beim Flüchtlingsproblem will man konstruktiv mithelfen, aber das schöne Bayern erhalten. Franz Birkl verwies auf die kommunale Zusammenarbeit und die ehrenamtlichen Strukturen, ohne die viele Aufgaben nicht bewältigt werden könnten.

Das 4. Logistik-Bataillon 472 in Gärmersdorf ist seit langem durch eine Patenschaft mit der Gemeinde, den Reservisten und den Schützen verbunden. Oberstabsfeldwebel Jochen Toefflinger richtete die Grüße des Kommandeurs Christian Männer aus.

Pfarrerin Anja Matthalm hob die gelebte Ökumene im Ort heraus, die sich positiv auswirke. Ihr Dank galt der Kommune für die Unterstützung in der Jugendarbeit. Das gewährte Kirchenasyl für einen Flüchtling sei inzwischen beendet, war aber von der Bevölkerung sehr gut angenommen worden.

Schwierige Situation


Ihr Amtsbruder Roland Klein schilderte die schwierige Situation der Neukirchener Pfarrgemeinde, die personell ausgedünnt ist. Er betreue sie als Heldmannsberger und Pommelsbrunner Pfarrer mit. Doch er zeigte sich zuversichtlich, dass der Zusammenhalt bleibe und ökumenische Veranstaltungen wie die kürzliche Sternsingeraktion (mit über 5000 Euro Spenden) das kirchliche Miteinander fördern.
Doch alleine kann man nicht alles bewältigen. Es bedarf der Unterstützung durch den Staat und kommunale Zusammenarbeit.Bürgermeister Winfried Franz
Weitere Beiträge zu den Themen: Neujahrsempfang (78)Schwartz (3)Franz (5)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.