Trailrunner Sigi Hierl beim "Alpen X"
"Grenzenlose Naturerfahrung"

Die Herausforderung beim "Alpen X" war extrem, aber die grandiose Aussicht gab Trailrunner Sigi Hierl viel zurück. Bild: lhc

Vom Brenner nach Brixen: Sigi Hierl vom RSC Neukirchen läuft die 102 Kilometer und 6121 Höhenmeter innerhalb fast eines Tages. Es geht ihm aber um mehr als nur die sportliche Herausforderung.

Über 102 Kilometer, dazu 6121 Höhenmeter: Langstreckenläufer Sigi Hierl vom RSC Neukirchen stellte sich dieser extremen Herausforderung beim Laufevent "Alpen X" in Südtirol. In Steinach am Brenner traf sich ein kleines, erlesenes Feld von 67 Startern, um sich über zahlreiche Berggipfel Richtung Süden nach Brixen auf den Weg zu machen.

Vom Start weg mussten über 1000 Höhenmeter zum Egger Joch bewältigt werden. Die Strecke führte nach Sterzing, dort war bereits die erste Hälfte geschafft: "Ich lag in Sterzing gut eineinhalb Stunden vor meiner eigenen Zeitvorgabe", berichtete Hierl. Doch die nächsten 22 Kilometer hatten es in sich: Über 1500 Höhenmeter waren zum Penser Joch und zur Marburger Hütte zu bewältigen. Die mit Steinbrocken gespickten Wege, einsetzende Dunkelheit und ein nächtlicher Sturm verlangten von den Läufern alles ab.

Abenteuer und Solidarität


"Bei manchen spielt Abenteuerlust mit, für die meisten Trailrunner sind es aber die grenzenlosen Naturerfahrungen und die Solidarität mit Gleichgesinnten, sich bei so einem Laufevent an den Start zu stellen", sagt Trailrunner Sigi Hierl über seine Motivation. Nun galt es den höchsten Punkt des Wettbewerbs zu erklimmen: Eiseskälte und Windböen erwarteten die Läufer am Tellerjoch auf 2506 Metern.

"Die anschließenden 1700 Höhenmeter über die Radlseehütte bergab nach Brixen waren brutal schwer. Wer bis dahin keine Schmerzen in den Beinen hatte, bekam sie spätestens ab jetzt", sagte Sigi Hierl. Nach 24:40 Stunden erreichte er als 22. das Ziel in Brixen, was den sechsten Platz in seiner Altersklasse bedeutete.
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