15 fesche Kirwapaare tanzen in Fromberg den Baum aus
Amtsantritt mit Bierdusche

Nadja Siegert und Daniel Meier (vorne, Mitte) sind das neue Oberkirwapaar in Fromberg. Bild: ker

Die Kirwa-Welle breitet sich aus. Am Wochenende erreichte sie Fromberg, Niederricht und Kummerthal.

Fromberg. 15 fesche Kirwapaare gruben am Donnerstag die Kirwa auf der Wiese hinter dem Gasthaus Übler aus. Im Wirtshof ging es mit der Schlachtschüssel weiter. Nachdem am Freitag das Baumloch ausgeschaufelt war, ging es am Samstag bei der Morgendämmerung in den Wald der Familie Aures aus Kummerthal. Sie stiftete heuer den Kirwabaum.

Mit dem Wagen kutschierte Peter Grünthaler das Schmuckstück zum Festplatz, wo die Moila schon mit ihren sauber gebundenen Kränzen warteten. Manfred Pickel aus Großenfalz führte das Kommando, als der Baum Ruck für Ruck aufgestellt wurde. Auch ein Regenguss bremste die Beteiligten nicht. Die "Mülchbanklmuse" sorgte für Stimmung.

Nach einer ruhigen Nacht, in der sich kein Baumfrevler nach Fromberg traute, ging die Kirwa mit dem Frühschoppen weiter. Zum Mittagessen herrschte schon beste Stimmung. Vor lauter Singen und Gurzen merkten die Kirwaboum gar nicht, dass ihre Kirwamoila verschwanden. Als es plötzlich donnerte, wollten die Burschen dann doch wieder Moila an der Seite haben und fuhren mit zwei Wagen los, um sie zu suchen. Einige hatten sich in einem Kellergewölbe in Niederricht versteckt, andere in einem Maisfeld in Kummerthal. Zurück in Fromberg, fand sich auch das letzte Kirwamoidl in einer Staude. Mit den Kirchenreinbachern Spitzboum zeigte die junge Truppe, dass bodenständiges Brauchtum in der Oberpfalz immer noch zu Hause ist. Beim Singen und Gurzen teilten sie einige Seitenhiebe in Richtung Sulzbach zur Woizkirwa aus. Viele Runden drehte der Strauß, bevor der Wecker die Erlösung brachte. Nadja Siegert und Daniel Meier sind das neue Oberkirwapaar in Fromberg. Zuerst pflückte Daniel die Breze und das Tuch vom Kirwabaum. Anschließend drehte Nadja auf der Leiter eine Ehrenrunde. Erst dann durfte sie nach dem Hut und den Wurstring schnappen.
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