Aktive rücken 2015 zu 1744 Einsätzen aus
Knapp 300 Brände bekämpft

Bei Notfällen sind die Feuerwehren nicht weit. Die Bevölkerung bekommt immer wieder die Einsätze mit. Doch welch ausgefeilte Logistik, spezielle Ausrüstung und fundierte Kenntnis aller Hilfsaktionen dahinter steckt, zeigte sich beim großen Treffen der Wehren im Landkreis. Im Saal und Vorraum des "Neukirchener Hof" herrschte das Blau der Feuerwehruniformen vor. Kreisbrandrat Fredi Weiß hieß die große Schar der Abordnungen aus dem ganzen Landkreis zur Kreisfeuerwehr-Versammlung willkommen.

Laufend Schulungen


Den Reigen der Berichte aus den einzelnen Fachbereichen eröffnete Rudolf Kummert für den Atemschutz. Dieser werde in 42 Wehren praktiziert. Dabei werde durch laufende Aus- und Fortbildung die Grundlage für effiziente Hilfe geschaffen. Heuer werde die Übungsstrecke in Amberg umgebaut. Für die Sparte Gefahrengut ist Alexander Graf zuständig. Er absolvierte mit seinen 77 Einsatzkräften ebenfalls Schulungen, um für Hilfe bei Unfällen auf dem neuesten Stand zu sein.

Damit die Verständigung reibungslos funktioniert, sind umfassende Kenntnisse des Funkverkehrs nötig. Roland Kolbeck organisiert dafür viele Erst- und Nachschulungen, die durch die Umstellung auf den Digitalfunk zahlreich wurden. Die Technik sei installiert, die Geräte seien größtenteils umgestellt. Kolbeck sagte, vor der Handhabung brauche man keine Angst zu haben.

Für die Maschinistenausbildung ist Helmut Neidel zuständig, er hält Schulungen für nachrückende Wehrleute ab. Der Nachwuchs werde in den vielen Jugendwehren betreut, die mit über 1000 Mitgliedern ein gutes Fundament für die Wehren bilden. Durch Ausbildung und Aktionen würden die jungen Leute an den aktiven Dienst herangeführt. Neidel ist zudem für die Wettbewerbe (von Kreis- über Bezirks- bis zu Bundesprüfungen) zuständig. Damit die Bevölkerung und die Jugend mehr über den Brandschutz erfahre, befasst sich Jürgen Ehrnsberger mit der Verteilung von Infomaterial und Präsentation bei Veranstaltungen. Er ist auch für die Ausbildung mit dem MTA-Grundmodul als erste Stufe zum Wehrmann zuständig.

Über 5000 Mitglieder


Den Personalstand gab Kreisbrandrat Fredi Weiß mit 4858 Männern und 473 Frauen an. Im vergangenen Jahr wurden 1744 Einsätze verzeichnet, darunter 873 technische Hilfsleistungen und 285 Brände. Der Fahrzeugpark aller Wehren könne sich sehen lassen und werde nach und nach erneuert. Die Finanzen des Kreisfeuerwehrverbandes verwaltet Christian Holler. Ihm bescheinigten die beiden Kassenprüfer Helmut Neidel und Jürgen Ehrnsberger gute Arbeit.

Versammlungs-SplitterGold und Silber verliehen

Zwei altgediente Wehrleute bekamen bei der Kreisfeuerwehr-Versammlung das Ehrenkreuz in Silber verliehen: Gottlieb Schäffer (Pursruck) für viele Jahre als Kommandant und die gute Jugendarbeit sowie Ulrich Reindl (Schnaittenbach), der viele Jahre sowohl in der aktiven Wehr als auch im Verein an führender Stelle tätig war, sich um Atemschutz und Funk kümmerte und auch ausbildete. Hubert Blödt, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, wurde das Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst angeheftet.

Anerkennung für Arbeit

Für die gastgebende Gemeinde freute sich Neukirchens Bürgermeister Winfried Franz über den großen Zuspruch bei der Kreisfeuerwehr-Versammlung. Die Kommunen schätzen die gute Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Helfern und unterstützen sie, sagte Franz. Als Beispiel nannte er den bevorstehenden Neubau des Gerätehauses zur Anpassung an die gestiegenen Anforderungen. Der neue Leiter des Sachbereichs Katastrophenschutz beim Landratsamt, Reiner Schmidt, stellte sich vor.

Landrat Richard Reisinger dankte für die guten Kontakte zwischen Amt und Wehren sowie die Zusammenarbeit. Der fachlichen Präsenz gebühre große Hochachtung. Die einzelnen Wehren samt Vereinen seien aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken. Bei der aktuellen Aufgabe des Flüchtlingszugangs seien laut Reisinger auch die Wehren hilfsbereit. CSU-Landtagsabgeordneter Harald Schwartz brach eine Lanze für die viele Freiwilligen, die ohne viel Aufhebens ihren Dienst für die Allgemeinheit versehen. Beeindruckt von den Ereignissen und Zahlen der Fachbereichsleiter zeigte sich sein SPD-Kollege Reinhold Strobl. Auch er sprach den Wehren seine Anerkennung aus. (fm)
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