Gottesdienst beginnt unter Regenschirmen und endet in der Maschinenhalle

Ermhof. Darf ein Dorf noch Kirchweih feiern, wenn es längst keine Kirche mehr besitzt? Ermhof hat diese Frage für sich mit Ja beantwortet und den Brauch seiner Jakobikirchweih am Standort der früheren Kirche St. Martin neu aufleben lassen. Die Gedenk- und Informationsstätte für eines der ältesten Gotteshäuser in der Region besteht jetzt drei Jahre. Hier lud der Förderverein St. Martin am Sonntag zu einem ökumenischen Gottesdienst. Nach dem musikalischen Willkommen durch die Gruppe Öku-Rhythmics aus Königstein, geleitet von Peter Schertl, traten Pfarrerin Anja Matthalm und Pfarrer Roland Klein an den Altartisch. Der katholische Geistliche freute sich als 2. Vorsitzender des Fördervereins Simultankirchen-Radweg über einige Radler unter den Besuchern. Bei den Fürbitten zum Thema "Baustelle Kirche" trugen Laien Werkzeuge und Hilfsmittel an den Altar und zogen Vergleiche der damit verbundenen Arbeiten zum christlichen Leben. Da hatte schon leichter Nieselregen begonnen, der im Verlauf des Predigt-Zwiegesprächs zunahm. Als dann der Strom für die Mikrofone ausfiel, blieb nichts anderes übrig, als in die Maschinenhalle der Familie Seitz umzuziehen. Nach dem Schlusssegen des Gottesdiensts setzte sich dort der weltliche Kirchweihbetrieb fort. Dazu spielten der "Wonger-Hartl" Leonhard Luber und Hans Reinhardt auf. Wenn auch durch das wechselhafte Wetter beeinträchtigt, war es für die Besucher eine wertvolle gemeinsame Feier. Bild: fm

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